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Corona-Krise: Reisebüros in Senden etwas optimistischer

Flexibles Buchen weckt Zuversicht

Senden

Zumindest etwas besser läuft das Geschäft wieder, lautet die Bilanz der beiden Reisebüros in Senden. Seit Veranstalter flexible Storno- und Umbuchungsmöglichkeiten anbieten, zieht das Interesse der Kunden wieder an. Die Tourismus-Fachleute geben Urlaubshungrigen Tipps, wie sich die Hoffnung auf Urlaub mit Tapetenwechsel verwirklichen lässt.

Christian Besse

Mallorca ist zumindest aktuell kein Corona-Hotspot mehr. Die Sendener Reisebüros Meimberg und Moll beraten ihre Kunden auch zu anderen Zielen, die für den Urlaub in Frage kommen können. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Die beiden Sendener Reisebüros können in der Corona-Krise erst einmal wieder durchatmen. „Seit Mitte Januar läuft es wieder besser“, sagt Andrea Barnhofer, Büroleiterin von Reisebüro Moll, auf Nachfrage der WN. „Seitdem bieten die Veranstalter flexible Storno- und Umbuchungsmöglichkeiten an. Es gibt inzwischen gute, attraktive Preise mit dem Angebot, bis 14 Tage vor Beginn der Reise ohne Begründung kostenlos zu stornieren.“

„Es ist besser geworden“, bestätigt Madita Veensma, die nur wenige Meter entfernt an der Herrenstraße die Sendener Filiale des Reisebüros Meimberg leitet. „Die Leute sind inzwischen mutiger geworden“, lautet ihre Beobachtung. Aber insgesamt sei die Kundenresonanz dennoch weiter verhalten – und das, obwohl Mallorca jetzt nicht mehr als Hotspot gelte und man von dort ohne nachfolgende Quarantäne wieder nach Deutschland zurückkehren könne. „Auch die anderen Balearen-Inseln und die Azoren sind nun keine Risikogebiete mehr“, freut sich Veensma über die derzeitige Lage.

Reiseagentur Meimberg, Filiale in Senden an der Herrenstraße: „Die Leute sind inzwischen mutiger geworden.“ Foto: di

Welche Länder haben die Kunden nach dem Ausklingen der zweiten Corona-Welle besonders im Auge? „Im Moment haben wir eine starke Nachfrage nach den Kanaren, Griechenland, aber auch nach der Türkei. Letztere haben ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis“, schildert Barnhofer. „Bei den kanarischen Inseln sind die Einreiseformalitäten übersichtlich, nach der Reise muss man auch nicht in Quarantäne.“

„Die Situation auf den Kanaren ist weiterhin entspannt“, pflichtet Madita Veensma bei. „Beliebt sind auch Kreuzfahrten – weniger die Flussreisen als Kreuzfahrten auf dem Mittelmeer.“

Reisebüro Moll in Senden an der Herrenstraße: „Die Preise sind einfach niedrig.“ Foto: di

Die günstigen Angebote der Reiseveranstalter wirkten sich aus. „„Familien buchen jetzt schon vermehrt, weil einfach die Preise niedrig sind“, hat Barnhofer beobachtet. „Viele buchen auch sehr kurzfristig, um möglichst sicherzugehen, dass die Reise auch wirklich stattfindet.“

Nun hoffen die Reisebüro-Mitarbeiterinnen, dass die von vielen befürchtete dritte Welle ausbleibt. Madita Veensma: „Die durch die Corona-Krise bislang verursachten Kosten werden wir vorerst nicht wieder einfangen. Aber wir blicken optimistisch in die Zukunft.“

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