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WWU-Praktikantin und junge Abiturientin aus Syrien helfen aus

Frauenpower für Flüchtlingshilfe

Senden

Celina Manzke hat mehrere Wochen lang ein Praktikum bei der Flüchtlingshilfe in Senden absolviert. Sie sei dort eine große Bereicherung gewesen, heißt es. Ihr Praktikum ist nun zu Ende. Doch ein Ersatz ist bereits gefunden.

Rim Ibrahim Foto: Flüchtlingshilfe

Mehrere Monate lang hat Celina Manzke, die an der Uni Münster Politik- und Rechtswissenschaften studiert, ein Praktikum bei der Flüchtlingshilfe im Alten Zollhaus in Senden an der Seite von Integrationshelfer Ahmad Omar absolviert. Nun neigt sich ihre Praktikumszeit dem Ende entgegen.

Gemeinsam betreuten sie und Omar die Sprechstunden für Geflüchtete und Migranten an drei Wochentagen und begleiteten sie die Geflüchteten bei Behördengängen.

„Celina war mir eine große Hilfe“, sagt Omar. Allgemein klappe die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Sozialabteilung ausgezeichnet, sagt er.

Auch Sozialarbeiterin Marleene Kasselmann profitierte von Manzkes Engagement während ihres Praktikums, heißt es aus dem Rathaus. Zusammen mit ihr gestaltete sie die Osterrallye für Kinder aus der Ukraine und Senden. Die Erfahrungen aus Begegnungen mit Neuankömmlingen aus der Ukraine und weiteren Ländern, die in den vergangenen Wochen nach Senden gekommen sind, nimmt Manzke als Bereicherung ihres beruflichen Werdeganges mit. „Da ist gesellschaftlich noch ganz viel zu leisten, damit Integration auch wirklich funktioniert“ sagt sie.

Kommunikation wird erheblich erleichtert

Nach Manzkes Abschied geht es in der Flüchtlingshilfe jetzt mit viel Frauenpower weiter: So wird Rim Ibrahim das Team um Ahmad Omar in der kommenden Zeit unterstützen. Seit Anfang Mai hat die arabisch und kurdisch sprechende Fachabiturientin aus Syrien begonnen, sich in die Bürotätigkeit einzuarbeiten. Gerade ihre Sprachkenntnisse „sind eine ganz entscheidende Hilfe“, so Hans Meckling von der Flüchtlingshilfe. Die Kommunikation zwischen den Helfern und Ibrahims Landsleuten werde dadurch deutlich erleichtert.

Wie lange Ibrahim das Team unterstützen wird, ist noch nicht klar. „Wir hoffen, das Rim zumindest bis zum Beginn des Wintersemesters bei uns bleibt, sagt Meckling.“ Dann wolle sie ein Studium beginnen. Alternativ stehe auch im Raum, dass Rim Ibrahim einen Bundesfreiwilligendienst bei der Flüchtlingshilfe absolviert. „Unterstützer aus den Reihen der Menschen, die selbst eine Fluchtgeschichte haben, sind uns eine besondere Hilfe“, sagt Meckling.

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