1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Senden
  6. >
  7. Freiluft-Klimmzüge und Angebote für alle Generationen

  8. >

Umgestaltung des Hörster Platzes

Freiluft-Klimmzüge und Angebote für alle Generationen

Ottmarsbocholt

Er dient als Treffpunkt für alle Generationen und hat sich zur Freiluft-Muckibude verwandelt: Der umgestaltete Hörster Platz in Ottmarsbocholt wurde eingeweiht. Es bleibt aber noch was zu tun.

Von Ulrich Reismann

Völlig neue Betätigungsmöglichkeiten bietet der neugestaltete Hörster Platz, wie der Bezirksausschussvorsitzende Patrick Alfs bei der offiziellen Freigabe der Geräte demonstrierte. Foto: Ulrich Reismann

Der Hörster Platz als echte Alternative zum Fitness-Studio, die im Herzen des Ortes liegt – und keinen Eintritt kostet. Jenes schmucke Freizeitareal, wo außerhalb von Corona-Zeiten Jahr für Jahr „das größte Schützenfest innerhalb der Gemeinde“ gefeiert wird – diese Einstufung nahm Bürgermeister Sebastian Täger bei der offiziellen Freigabe am Donnerstagabend vor – ist jetzt mit einem Kostenaufwand von 272 000 Euro enorm aufgewertet worden.

Am Eingang, vom Spieker aus gesehen, steht eine sogenannte Calisthenics-Anlage im Blickpunkt: Hier wird Turnen und Muskelaufbau mit dem eigenen Körpergewicht ermöglicht. Klimmzüge des Bezirksausschussvorsitzenden Patrick Alfs gaben eine kleine Kostprobe der vielfältigen Variationen.

Die Ziele der Umgestaltung skizzierte Bürgermeister Täger vor den Politikern des Bezirksausschusses: Der Platz solle als ein „Generationenplatz“ die Begegnung zwischen Jung und Alt stärken, gleichzeitig wollte man neue Bewegungsangebote schaffen, wo sich jedermann körperlich betätigen kann. Zu dieser Outdoor-Fitnessanlage gehört auch ein Ruder- wie auch ein Gleichgewichtstrainer. Anleitungen und Trainingsempfehlungen (in drei Schwierigkeitsstufen) finden Sportbegeisterte auf Schildern. Ein Boule Platz sowie ein Trampolin runden die Angebote ebenso ab wie eine Vogelnestschaukel sowie eine Spielanlage inklusive Rutsche für Kinder.

Bürgermeister Sebastian Täger

Mehr Action und Aufenthaltsqualität

Eine „Verbesserung der Aufenthaltsqualität“ durch das Aufstellen einer Tisch-Bank-Kombination sowie von Einzelbänken und der Umstellung der vorhandenen Leuchtköpfe auf LED-Technik kann erst in den nächsten Wochen erreicht werden. Der Grund: „Vereinbarte Lieferzeiten lassen sich nicht einhalten“, erklärt Erwin Oberhaus, der das Projekt im Rathaus leitet. Die gesamte deutsche Wirtschaft ächze unter einer Knappheit bei allen Materialien, und weshalb solle das hier dann anders sein? Das gelte auch für den Niedrigseilgarten. Bei dem in 60 Zentimeter Höhe befindlichen Balancier-Parcours müsse man sich ebenfalls noch ein wenig gedulden, so Oberhaus. Bürgermeister Täger fühlte sich seinem Mitarbeiter zu besonderem Dank verpflichtet: „Du warst hier immer Feuer und Flamme. Durch deinen Einsatz konnte das eine oder andere an Geld für externe Architektenleistungen gespart werden.“

Politischer Impuls liegt schon länger zurück

Weiter erinnerte Täger daran, dass der Anstoß zu der Neugestaltung vor sieben Jahren von der CDU im Bezirksausschuss gekommen sei. Wie setzt man das dann um? Wo holt man sich gute Ideen? Wie bezieht man Anwohner und Vereine mit ein? Und wie bekommt man das Ganze finanziert? „Ich glaube, das ist ein ganz tolles Beispiel dafür, wie so etwas gut laufen kann. Auch wenn´s eine Weile gedauert hat“.

65 Prozent der Kosten übernimmt das Dorferneuerungsprogramm des Landes NRW, knapp 100 000 Euro muss die Gemeinde selbst stemmen. Patrick Alfs betonte noch, dass mit der Calisthenics-Anlage auch einem Wunsch der Jugendlichen entsprochen worden sei, den diese auf der YouComm geäußert hätten.

Startseite