1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Senden
  6. >
  7. Freude am gemeinsamen Wirken

  8. >

Karl Schulze Höping tankt Kraft im Ehrenamt und im Glauben

Freude am gemeinsamen Wirken

Senden

In den Zeiten der Corona-Pandemie schöpft Karl Schulze Höping gleich aus mehrere Quellen Kraft und Zuversicht. Neben seinem Glauben stärkt den stellvertretenden Vorsitzenden des Heimatvereins Senden ganz besonders die ehrenamtliche Team-Arbeit für das „Bürgerhaus Altes Zollhaus“.

wn

In coronagerechtem Abstand nahmen Ehrenamtlichen des Heimatvereins Senden die für das „Bürgerhaus Altes Zollhaus“ gespendeten Möbel unter die Lupe (v.l): Elisabeth Schulze Höping (mit Anton), Karl Schulze Höping (mit Emma), Helmut Schoo, Agnes Wiesker, Martin Lütkemann sowie Ulrike und Hermann Geuting. Foto: Siegmar Syffus

Karl Schulze Höping ist gebürtiger Sendener und obendrein ein bodenständiger, erdverbundener Mensch. So setzt sich der Architekt als stellvertretender Vorsitzender des Heimatvereins mit starkem ehrenamtlichen Engagement insbesondere für die Sanierung und den Umbau des „Alten Zollhauses“ zu einem Bürgerhaus ein. Für die WN hat er seine ganz persönliche Mut-mach-Geschichte verfasst:

„Eigentlich war es im Februar 2020 ,fast wie immer‘: Als rüstige Rentner freuten sich meine Frau Elisabeth und ich uns über tobende Enkelkinder und viele gute Freunde – besonders die aus dem Heimatverein. Mit ihnen durften wir viel Spaß und viel Arbeit bei der Restaurierung des ,Alten Zollhauses‘ erleben. Wir waren damals voller Tatendrang. Doch dann kam die Vollbremsung: Das Corona-Virus hatte Deutschland erreicht. Es folgte der erste Lockdown – und wir alle waren verunsichert, wie es nun weitergehen würde.

Am 27. März saßen wir vor dem Fernseher, kontaktlos wie angeordnet, und sahen und erlebten mit, wie Papst Franziskus den Segen Urbi et Orbi im Petersdom spendete. Es war beängstigend, aber gleichzeitig auch erhebend und Zuversicht spendend, wie Franziskus ganz allein in der riesigen Kirche dastand: ,Fürchtet euch nicht‘. Seine Hoffnung und Zuversicht blieben in unseren Herzen. Wir fürchteten uns nicht, und im Sommer 2020 schien alles wieder so zu werden ,fast wie immer‘. Die ehrenamtlichen Tätigkeiten im Heimatverein brachten Kraft und Freude zurück.

Die Wissenschaftler hatten früh gewarnt. Und die Politiker hörten auf den Rat der Fachleute. Doch dann kamen sie, die Bedenkenträger und Besserwisser. Wir hatten fast den Eindruck: Wer nicht mit nörgelt und nicht schimpft ist nicht ,in‘. Viele meinten es zwar gut – doch einige meinten es nur gut für sich selbst. Fragt nicht, was kann der Staat für mich tun, fragt, was kann ich für die Allgemeinheit tun. Dieser etwas abgewandelte Satz von J.F. Kennedy war unser Leitfaden für den dunklen Winter 2020/21. Als Rentner ohne Existenzsorgen in einem behüteten Umfeld können wir schauen, was uns die trüben Gedanken erhellt. Und immer wieder sind es die erfreulichen Arbeiten rund ums Helferteam ,Altes Zollhaus‘, die viele Mitbürgerinnen und Mitbürger mitgerissen haben, in der Vorfreude auf ein gesundes Wiedersehen am historischen Kamin im Gildezimmer.

Und so haben wir uns vor einigen Tagen wieder einmal coronagerecht versammelt, um von Heimatfreunden gespendetes Mobiliar und Deko-Gegenstände aus allen Ecken zu holen. Voller Freude haben wir all das am Messingweg aufgebaut, um gemeinsam mit interessierten Menschen zu schauen, welche dieser alten ,Schätzchen‘ sich eignen, die historischen Räume des neue Bürgerhaus gemütlich zu machen.

Da standen wir dann, mitten zwischen den antiken Möbeln und Ulrike und Hermann Geuting schwärmten von ihren Besuchen in den vielen unbekannten Winkeln unseres schönen Landes, wo sie als Hobbyfotografen Mut und Zuversicht erfahren. Sie erzählten von Wanderfreunden, die weit über 80 Jahre alt sind, die über WhatsApp mit Texten und Bilder Gleichgesinnten viel Freude bereiten. Auch solche positiven Nachrichten machen immer wieder Mut.

Und schließlich bereiten uns auch noch unsere alte Hundedame „Emma“ und Hundenachwuchs „Anton“ viel Zuversicht. Als ‚Hunde-Mama‘ hat meine Frau Elisabeth – fast wie immer – voller Freude einen alten und einen jungen Hund ins Herz geschlossen. Der alte erzieht den jungen – fast wie bei uns Menschen.“

Sendener Mut-mach-Geschichte

Die Angst vor einer Infektion, die Sorge um besonders gefährdete Angehörige, Homeoffice, Homeschooling und Kontaktbeschränkungen: Seit fast einem Jahr lastet die Corona-Pandemie auf allen Bereichen des Lebens, schlagen immer wieder neue Negativ-Meldungen aufs Gemüt. Trotz alledem ereignet sich auch in dunklen Zeiten Positives, geben Menschen durch ihr Haltung Kraft und Hoffnung. In den Mut-mach-Geschichten schildern Sendener, was ihnen geholfen hat, die vergangenen Monate zuversichtlich zu überstehen.sff

Startseite