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Ausschuss für Klimaschutz erneuert Fonds

Frische Förderung für Photovoltaik

Senden

Die Gemeinde Senden will Photovoltaik anfachen. Deshalb werden die Anlagen gefördert. Ein entsprechendes Programm wurde neu aufgelegt. Allerdings mit Veränderungen.

Ulrich Reismann

An vielen Häusern in Senden wird Photovoltaik schon intensiv genutzt. Trotzdem sieht die Gemeinde noch Potenzial. Foto: di

Die Gemeinde Senden wird auch weiterhin einen finanziellen Anreiz zur Errichtung von Photovoltaikanlagen und Speichern geben. Der Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität bewilligte frisches Geld: Zusätzliche 30 000 Euro stehen jetzt zur Verfügung. Die Förderhöhe wird dabei aber um ein Viertel gekürzt. Während es im alten Programm noch 100 Euro pro kWp gab, werden es künftig nur 75 Euro sein, wobei die Summe auf maximal 750 Euro gedeckelt ist (bisher 1000). Hinter dieser Senkung steht das Ziel, von der Anzahl her mehr PV-Anlagen in den Genuss der Finanzspritze kommen zu lassen.

Zu Jahresbeginn war ein erster Fonds mit 50 000 Euro aufgelegt worden, der dann einen solchen Anklang fand, dass er bereits nach zweieinhalb Monaten aufgebraucht war. Vor diesem Hintergrund sprach Rolf Wiederkehr (Grüne) jetzt von einer „Erfolgsgeschichte“.

Dem pflichtete Prof. Dr. Martin Lühder (CDU) bei: „Das hat uns auch sehr gefreut.“ Nun halte er es aber mit der Devise: „Wer zuletzt kommt, den bestraft das Leben.“ Und deshalb befürworte er eine Absenkung der Förderung. Im Übrigen „rechnet sich PV eigentlich schon von alleine“, wie man hier im Ausschuss an anderer Stelle mehrfach gehört habe (Diplom-Ingenieur Andreas Hübner vom Umweltbüro Gertec hatte von einer „hochwirtschaftlichen Investition“ gesprochen). Deshalb würde seine Fraktion auch dem Verwaltungsvorschlag „vollumfänglich“ folgen, den leeren Fördertopf lediglich mit 25 000 Euro aufzufüllen. Dagegen war das „Bündnis für Senden“ in einem vorab eingereichten Antrag für einen Betrag von 30 000 Euro eingetreten.

Kompromiss bei der Förderhöhe

In der Frage der Einzelförderung hatte es in der Verwaltungsvorlage geheißen: Damit mehr Antragsteller zum Zuge kämen, „käme auch eine Reduzierung der Einzelförderung zum Beispiel auf 50 Euro pro kWp oder auch eine höhere Fördersumme in Betracht“. Während das bei der CDU auf Zustimmung stieß, schlug Wiederkehr „als Kompromiss“ 75 Euro vor. In beiden Punkten setzte sich das Bündnis für Senden bei der Abstimmung durch. Abschließend stand noch die Frage im Raum: Wie geht man mit jenen 14 Antragstellern um, die bereits auf der Warteliste stehen? Die CDU und der FDP-Vertreter erreichten in diesem Punkt, dass sie noch die alte (also höhere) Förderung bekommen sollen.

Abstimmung muss wiederholt werden

Die beiden ersten Wahlgänge waren wegen Befangenheit von Roland Wieging (CDU), der zunächst mit abgestimmt hatte, wiederholt worden. Mit ihm zusammen hatte die Union vorübergehend über die Mehrheit verfügt, weil bei der UWG ein Mandatsträger fehlte. Bei der Wahlwiederholung waren dann aber die alten Mehrheitsverhältnisse wieder hergestellt. Wiegings Ehefrau ist eine der auf der Warteliste stehenden PV-Interessenten.

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