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Neuordnung

Fundtiere gehen künftig getrennte Wege

Senden

Die Gemeinde Senden hat die Unterbringung von Fundtieren neu geordnet: Sowohl Hauskatzen als auch verwilderte Katzen werden ab 1. September von den „Tierfreunden Lüdinghausen und Umgebung“ betreut. Hunde und andere Fundtiere beziehen im Tierheim in Lette ein Übergangsquartier.

Siegmar Syffus

Maria Eichel und Stefan Vorspohl unterzeichneten den Vertrag zwischen der Gemeinde Senden und den „Tierfreunden Lüdinghausen und Umgebung“. Der Tierschutzverein wird sich ab 1. September um die in der Gemeinde Senden abgegebenen Fundkatzen kümmern. Foto: Siegmar Syffus

„Hund und Katz“ gehen in Senden ab September getrennte Wege. Die Gemeinde hat zu diesem Datum die Unterbringung von Fundtieren neu geordnet. Fundkatzen werden dann in Ottmarsbocholt im Tierheim an der Hohen Lucht betreut. Hunde und alle anderen Kleintiere, die im Gemeindegebiet gefunden werden, können ab September im Tierheim in Lette ein vorübergehendes Zuhause finden. Dazu hat die Gemeinde Vereinbarungen mit den gemeinnützigen Vereinen „Tierfreunde Lüdinghausen und Umgebung“ und „Tierschutzverein Coesfeld, Dülmen und Umgebung“ getroffen. Diese Neuordnung soll nach Auskunft der Gemeindeverwaltung sowohl dem Tierschutz – insbesondere dem Schutz der Katzen – dienen als auch die Suche nach vermissten Tieren vereinfachen und das Sendener Bürgerbüro entlasten.

„Seit der Einführung der Katzenschutzverordnung des Kreises Coesfeld im August 2019 soll die wachsende Zahl wilder Katzen dadurch verringert werden, dass herrenlose Tiere eingefangen, kastriert und gekennzeichnet werden“, erläutert Sophia Kienapfel, Mitarbeiterin des Bürgerbüros. Die Thematik sei in Senden im vergangenen Jahr von der FDP politisch aufs Schild gehoben worden, berichtet. Stefan Vorspohl. Der Sachbereichsleiter Ordnungsrecht der Gemeinde Senden macht darauf aufmerksam, dass im Ottmarsbocholter Tierheim zahme Hauskatzen, die aufgefunden werden, verwilderte Katzen und mutterlose Katzenbabys von den „Tierfreunden“ fachkundig betreut werden.

„Bei uns sind alle Katzen richtig“, bringt Maria Eichel die Neuordnung auf den Punkt. Dabei hat die Vorsitzende der „Tierfreunde Lüdinghausen und Umgebung“ ganz klar den Tierschutz im Auge: „Nicht domestiziert, nicht zu handelnde Katzen werden entwurmt, entfloht, kastriert und wieder ausgesetzt. Das dient ihrer Gesundheit und verhindert die Vermehrung. Die Kosten für diese Tiere werden gemäß der Katzenschutzverordnung vom Kreis Coesfeld übernommen.“ Für die Betreuung „regulärer“ Fundkatzen zahlt die Gemeinde den Tierfreunden eine Pauschale. Weitere Kosten muss der Verein, der auf Spenden und Mitgliedsbeiträge angewiesen ist, selber tragen.

Wer ein Tier vermisst, sollte sich auf jeden Fall zunächst im Sendener Bürgerbüro melden. Denn: „Manchmal nehmen Menschen gefundene Tiere in ihrem Haushalt auf, bis wir die Besitzer wiederfinden. Das können die Tierheime natürlich nicht nachvollziehen. Wir sind vier Kolleginnen und Kollegen im Bürgerbüro und haben einen Überblick über gefundene und als vermisst gemeldete Tiere“, bietet Kienapfel Unterstützung an.

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