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Stever, Theater und Vogelstimmen

Gäste genießen Lockerheit undschönes Miteinander

Senden

Zum ersten Mal hat sich die Gemeinde Senden in Kooperation mit dem Verein Schloss Senden am Tag der Gärten und Parks beteiligt. Kindertheater und Führungen belebten das Programm. Gleichzeitig konnten Synergien zum Vorteil der Gäste genutzt werden.

Erwin Oberhaus hat das Großprojekt „Erlebbare Stever“ bei der Gemeinde Senden geleitet. Vor Ort erläuterte er die Renaturierungsmaßnahmen an Stever, Dümmer und Wortbach. Foto: mkle

„Wir wollen eine Ergänzung sein, keine Konkurrenz“, beschrieb Kulturamtsleiter Markus Kleymann die Motivation der Gemeinde Senden, sich am Tag der Gärten und Parks zu beteiligen. Die Ideen trafen dabei voll ins Schwarze: Alle Angebote wurden am Sonntag rege genutzt.

Los ging es bereits um 9 Uhr mit einer Vogelstimmenexkursion mit dem Ornithologen Dr. Andreas Leistikow. Dabei handelte es sich bereits um einen Zusatztermin, da die für 20 Uhr geplante Führung schnell ausgebucht war.

Um 11 Uhr schlug die Stunde der Kinder: Im Bürgerpark am Pastorat war das Brille-Theater aus Witten zu Gast. In dem Theaterstück bricht die Titelheldin Ringa von Rattenau auf, um der Welt zu zeigen, dass alles, was die Menschen bisher über Ratten dachten, grundverkehrt ist. Dann gewann sie eine Erkenntnis – und entdeckt sich selbst.

Stever mit Sauerstoff versorgt

Um 14 Uhr folgte eine weitere Führung: Erwin Oberhaus von der Sendener Bauverwaltung informierte über die umfangreichen Maßnahmen im Zuge der Stever-Renaturierung, die damit verfolgten Ziele und die bereits erreichten Erfolge. „Wichtig war es, die Stever zum Fließen zu bringen, um ausreichend Sauerstoff ins Wasser zu bekommen“, erläuterte er. Auch auf die Maßnahmen im Umfeld ging er ein: die Umgestaltung am Dümmer und die Öffnung des Wortbaches.

So wie der Schlosspark in den Bürgerpark übergeht, so verschmolzen auch die beiden Veranstaltungen. „Synergien nutzen“ war ein Stichwort: So wurden die Stühle, die morgens bei der Theateraufführung im Einsatz waren, nachmittags am Schloss für das „The-Dorf-Konzert“ am Schloss genutzt.

Insgesamt zeigte sich Kleymann mit dem Debüt der Gemeinde zufrieden: „Es war ein schönes Miteinander mit dem Schloss Senden e.V.“, resümierte er. Wobei die Corona-Situation in die Karten gespielt haben dürfte: „Die Leute freuen sich, sich wieder freier bewegen zu können. Diese Lockerheit ist für viele besser als jedes Programm“, so Kleymann.

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