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Neue Trauerhalle auf dem Friedhof

Gemeinschaftswerk fast vollendet

Ottmarsbocholt

Die neue Ottmarsbocholter Trauerhalle steht unmittelbar vor der Fertigstellung. Dank der Unterstützung von Firmen und Ehrenamtlichen konnten rund 100 .000 Euro eingespart werden.

Von Thomas Fromme

Bürgermeister Sebastian Täger (l.) sowie Claudia Grawe und Klaus Mende dankten den vielen ehrenamtlichen Helfern, die den Bau der Trauerhalle ermöglicht haben. Foto: Fromme/Gemeinde Senden

Vereine aus dem Dorf und einzelne Ehrenamtliche haben kräftig mit geplant und angepackt, damit Ottmarsbocholt wieder eine Trauerhalle bekommt. So konnten etwa 100.000 Euro eingespart und das vom Gemeinderat vorgegebene Limit von 450.000 Euro eingehalten werden.

Das Gemeinschaftswerk steht kurz vor der Vollendung. Die Außenanlagen müssen noch fertiggestellt und einige Restarbeiten erledigt werden. „Ich rechne damit, dass das Gebäude Ostern genutzt werden kann“, berichtete Bürgermeister Sebastian Täger bei einem Ortstermin.

Hörschleife und Plätze für Rollstuhlfahrer

Das Gebäude besteht aus fünf Räumen – der mit Abstand größte davon ist die eigentliche Halle, mit einer Fläche von 64 Quadratmetern. Sie hat 20 reguläre Sitzplätze und zwei Rollstuhlfahrerplätze. Zur technischen Ausstattung gehören eine Beschallungsanlage und eine Hörschleife. Große bodentiefe Fenster an drei Seiten ermöglichen einen Blick aufs Friedhofsgelände und auf den Kirchturm. Holzbalken in der Decke verleihen dem Raum eine freundliche Atmosphäre. Die Materialien innen sind schlicht und hell, in Weiß, Grau, Holz- sowie Sandsteintönen gehalten. Doch nicht alles ist neu: Das Kupferrelief aus der alten Trauerhalle wird noch an einer Innenwand montiert. Das Haus verfügt über ein digitales Schließsystem. Die Raumtemperatur lässt sich mit dem Smartphone steuern. Die Außenanlagen werden mit schlichtem Betonsteinpflaster gestaltet. Die Wege sollen auch für Gäste mit Rollatoren und Rollstühle geeignet sein.

Photovoltaikanlage mit Stromspeicher

Von der Halle aus kann man in den Aufbahrungsraum gelangen. Für Bestatter gibt es einen Vorbereitungsraum, in dem die zwischenzeitlich eingelagerte Kühlzelle aus der alten Halle steht, die von Bauhofmitarbeitern wieder aufgebaut worden ist. Im hinteren Teil befindet sich eine barrierefreie Sanitäranlage, die für Friedhofsgäste zugänglich ist.

Im fünften Raum ist die Technik, darunter auch der Stromspeicher der Photovoltaikanlage, die sich auf dem Dach befindet und eine Nennleistung von 11 kWp hat. Sie kann den Strombedarf für die Split-Klimageräte, die kühlen und heizen können, sowie die Beleuchtung und die Kühlzelle weitgehend decken, weil der vom Land geförderte Stromspeicher den Eigenverbrauch optimiert. Auf der anderen Dachhälfte befindet sich ein Gründach.

Große Dachüberstände und ein Vordach im Eingangsbereich sorgen dafür, dass Gäste auch draußen geschützt stehen und an Trauerfeiern teilnehmen können.

Gemeinde dankt den vielen Bauhelfern

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