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Gute-Laune-Konzert mit Zucchini Sistaz

„Gemüsekalische“ Spezialitäten serviert

Senden

Mit Musik der goldenen Swing-Ära, Schwung und guter Laune begeisterten die Zucchini Sistaz rund 270 Gäste der „Sommerbühne“. Die Musikerinnen servierten köstliche „gemüsekalische“ Spezialitäten.

Von Andreas Krüskemper

Endlich wieder Kultur am „Cabrio“: Die Zucchini Sistaz gastierten am Mittwochabend mit viel Schwung und guter Laune auf der Sendener „Sommerbühne“. Foto: Andreas Krüskemper

Monatelang litten sie coronabedingt unter Auftrittentzug. Umso mehr merkte man ihnen die enorme Spielfreude an. Als die Zucchini Sistaz am Mittwochabend die „Sommerbühne“ im Cabrio betraten, sprühten sie förmlich vor Energie. Infolge der Beschränkungen durch die Corona-Schutzbestimmungen war die Zahl ihrer Auftritte von ansonsten etwa 100 im Jahr auf Null gesunken. „Stellen Sie sich vor, ihr Nachbar ist Musiker und plötzlich ganztags zu Hause“, umschrieben sie das „Leid“ ihres Umfeldes.

So wie die Musikerinnen ihr Publikum, hatten offensichtlich auch die Fans das Trio vermisst: Von den rund 270 Gästen kam etwa die Hälfte aus Senden, die andere Hälfte war aus dem gesamten Münsterland angereist, um den ersten Auftritt der Künstlerinnen in Zeiten der Öffnungen zu genießen.

Musikalisch entführten die Zucchini Sistaz ihr Publikum in die goldene Swing-Ära, die Welt der Unterhaltungsmusik der 20er bis 50er Jahre. Thematisch ging es um diplomatische Möglichkeiten, Absagen zu erteilen, Liebeserklärungen, das Leben der Matrosen, die „Monotonie in der Südsee“ und – bei dem Namen des Trios nicht verwunderlich – immer wieder um Gemüse und dessen kulinarische Aufbereitung. So dürften die Zucchini Sistaz wohl die erste Musikgruppe sein, die an ihrem Merchandising-Stand nicht nur ihre CD, sondern auch ihr eigenes Kochbuch anbietet.

Die „gemüsikalische“ Wahlfamilie aus Münster gründete sich 2009 und besteht aus Sinje „Schnittchen“ Schnittker, singendes Multitalent an Trompete, Posaune, Schalmei und zahlreichen weiteren Instrumenten. Sie sorgt für die jeweils besonderen Klangfarben eines jeden Liedes. Jule Balandat ist die singende Kontrabassistin des Trios und führte durch das Programm des Abends. Tina Werzinger vervollständigt das Ensemble mit Gitarre und Ukulele. Kurzum: Es sind drei Musikerinnen, die eine komplette Big Band ersetzen können.

Das Spektrum reichte von begeisternden bis hin zu zahlreichen „baladeusen“ Stücken. Die Mischung begeisterte. Und das Publikum dankte mit Standing Ovations, so dass die Musikerinnen um eine Zugabe nicht herumkamen. Somit bewiesen auch Markus Kleymann und Volker Sowade vom Sendener Kulturamt erneut den richtigen Riecher bei der Auswahl der Akteure für die „Sommerbühne“.

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