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Konzept des Weihnachtsmarktes geht auf: Sendener Vereine gestalten wahren Budenzauber

Gemütliches Flair in „guter Stube“

Senden

Hand in Hand haben 15 Sendener Gruppen unter der Regie des Gewerbevereins gemeinsam einen gemütlichen Weihnachtsmarkt mit viel familiärem Flair ausgerichtet. Aufgrund der starken Resonanz soll darüber nachgedacht werden, die Veranstaltung im kommenden Jahr ganz behutsam über den Brunnenplatz hinaus wachsen zu lassen.

Siegmar Syffus

Auch für die Kinder ging es beim Weihnachtsmarkt am Brunnen ganz zauberhaft und gemütlich rund: Gewerbeverein und Gemeinde hatten gemeinsam ein historisches Karussell gesponsert. Manfred Tiemann lud Sendens Nachwuchs zu Freifahrten ein. Wenige Meter entfernt ließ sich Harry Wijnvoord mit seinen Nachbarn Anja und Jürgen Rüter den Glühwein des VfL Senden munden. Foto: Siegmar Syffus

Windböen um die 45 Stundenkilometer und fisseligen Regen hatten die „Wetterfrösche“ noch am Freitag vorhergesagt. Doch offenbar hatte Sendens Schutzpatron St. Laurentius, der als Statue den Dorfbrunnen schmückt, bei Petrus ein gutes Wort eingelegt. Denn der Weihnachtsmarkt rund um den Brunnen blieb vom Unwetter verschont. Stattdessen tröpfelten die Besucher ab Mittag in Sendens gute Stube, so dass sie nachmittags „geflutet“ war.

Eng ist gemütlich: Das bestätigte auch TV-Moderator Harry Wijnvoord. Ihm gefiel die familiäre Atmosphäre außerordentlich gut: „Es ist klein, fein und lokal hier. Man trifft Nachbarn und trinkt gemeinsam einen Glühwein“, prostete er Jürgen Rüter zu. Der bestätigte die Einschätzung: „Ja, man trifft Bekannte. Das ist der Hauptpunkt, warum wir hier sind.“ Lobende Worte fand auch die Hamburgerin Martina Prante, die am Wochenende zu Besuch bei ihrer Schwester Sigrid in Senden war: „Ich find‘s hier richtig gemütlich, auch weil der Weihnachtsmarkt von den Vereinen getragen wird. Dadurch herrscht nicht so ein Kommerz. Wenn ein Eventmanagement organisieren würde, ging das ganze Flair verloren.“

Für dieses besondere Flair sorgten insgesamt 15 örtliche Gruppe: die Agenda-21-Gruppe, das DRK Senden, die Fördervereine der Kita Erlengrund und der Marienschule, die Kita Pinocchio, der Heimatverein, der Gewerbeverein, die Jagdhornbläser des Hegerings, JSG Ottmarsbocholt, die Sendener Narren, Gemeinde Senden, Kolping, Pfadfinder, Reit- und Fahrverein Senden sowie VfL Senden. Sie hielten die Besucher mit selbst gebastelten Geschenkartikeln, Erbsensuppe, Glühwein, Waffeln, Popcorn, Bratwurst, Crepes und vielem mehr bestens bei Laune.

Dieses Engagement war für Dorothee Lappe ganz wesentlich: „Wenn ich einen Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt trinken möchte, dann mache ich das hier in Senden und unterstütze damit gleichzeitig unsere Vereine“, betonte sie. Dass sich die Veranstaltung auf das Areal rund um den Laurentius-Brunnen beschränkte, findet sie „viel besser, als sonst“. Da habe sich das Geschehen zu sehr im Ortskern zerstreut, was der Atmosphäre nicht gerade gedient habe.

Aus Sicht von Manfred Tiemann, Vorsitzender des Gewerbevereins, ist das Konzept voll aufgegangen: „Ziel war, dass sich die Sendener Vereine engagieren können. Die Stimmung ist ausgezeichnet. Und der Zuspruch der Besucher ist ermutigend.“ Aufgrund des sehr begrenzten Platzes für die insgesamt 23 Hütten und Stände müsse darüber nachdenken werden, den Weihnachtsmarkt im kommenden Jahr eventuell „ganz behutsam wachsen zu lassen“.

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