1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Senden
  6. >
  7. Geschichten über Nachttöpfe und Hochwasser in Senden

  8. >

Historische Gestalten in der Marienschule

Geschichten über Nachttöpfe und Hochwasser in Senden

Senden

Bei einem Rundgang durch das Dorf stellten Nachtwächter, Schutzmann und Kiepenkerl des Heimatvereins Kindern der Marienschule das „Alte Senden“ vor. Dabei ging es auch um Schandpfahl, Plimpsklo und Überschwemmungen.

In Vertretung von Karl Schulze Höping stand Linus Füstmann als Nachwuchs-Nachtwächter probeweise dem Schutzmann Josef Füstmann und dem Kiepenkerl Foto: Heimatverein

Nach zwei Jahren Coronapause hatte die Schulleiterin der Mariengrundschule, Annette Stähler, drei historischen Figuren – den Kiepenkerl, den Schutzmann und den Nachtwächter des Heimatvereins Senden – ,zu einer Klassen-Führung durch das „Alte Senden“ eingeladen. Schutzmann Willi Oelerich war verhindert, dafür sprang Josef Füstmann spontan in seine Rolle und begleitete Nachtwächter Karl Schulze Höping und Kiepenkerl Klaus Ehr.

Hoch erfreut waren die drei Akteure über das Interesse der Viertklässler und so kam es, dass aus Kreisen der Schüler, der kleine Linus Füstmann, sich gerne als Nachwuchsnachtwächter in Szene setzen konnte, teilt der Heimatverein mit.

Eine weiter Überraschung präsentierte Karl Schulze Höping: Alle Kinder, die ihre Erlebnisse auf diesem Rundgang den drei Herren aus der vergangenen Zeit per Brief oder Mail schreiben, werden nach den Sommerferien vom Heimatverein zum Ponyreiten mit Grillnachmittag auf den Hof Füstmann eingeladen – natürlich mit Eltern, Großeltern und Geschwistern.

Dicke Schinken in der Kiepe

Erstaunt, begeistert, entsetzt und beeindruckt waren die 26 Schulkinder und ihre Lehrerinnen über die Geschichten des Dreigestirns. Der Schandpfahl, das Plumpsklo am „Alten Zollhaus“, die dicken Schinken in der Kiepe des Kiepenkerl Klaus Ehr, die Donnerbalken im Hinterhof mit der Wasserstelle direkt daneben – von Nachttöpfen und vom ständigen Hochwasser in Senden wurde spannend erzählt, heißt es weiter. Zum Abschluss gab es für die jungen Zuhörer noch je ein Eis vom Heimatverein, welches die Vorsitzende des Vereins, Agnes Wiesker, in einer Eisdiele bestellt hatte.

Startseite
ANZEIGE