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Mitmach-Stationen runden Projekt „Lebendige Stever“ ab

Gewässer-Wissen auftanken

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Zweieinhalb Jahre lang wurden für das Projekt „Lebendige Stever“ zig Tausend Kubikmeter Erde bewegt, um das Gewässer naturnah zu gestalten und den Hochwasser zu verbessern. Krönender Abschluss sind vier Mitmach-Stationen am Steverufer, die den ökologischen Sinn des Projektes veranschaulichen.

Siegmar Syffus

Stellten die Mitmach-Stationen des Projektes „Lebendige Stever“ in Senden vor (v.l.): Catharina Kähler und Sandra Dirks vom Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld sowie Bauamtsmitarbeiter Erwin Oberhaus und Martina Venschott von der Sendener Tourist-Info. Foto: Siegmar Syffus

Der Startschuss fiel am 17. Juli 2017. Dann wurden in zweieinhalb Jahren zig Tausend Kubikmeter Erde bewegt und diverse Querbauwerke im Flusslauf entfernt, um Stever und Dümmer ökologisch aufzuwerten und den Hochwasserschutz zu verbessern. Doch erst jetzt, nach vollendeter Arbeit, hat das Großprojekt „Lebendige Stever“ sein letztes i-Tüpfelchen in Form von vier Mitmach-Stationen erhalten. Sie befinden sich gegenüber der Marienkapelle am Schloss, im Königspark und auf dem neuen Aufenthaltsbereich an der Stever im Bereich der Friedenskirche. Insbesondere Kinder können dort Wissen über das Leben in und an heimischen Gewässern auftanken.

Gewässerökologie wird erklärt

„An den Stationen erklären wir, was sich an Stever und Dümmer getan hat und welchen ökologischen Sinn die Maßnahmen machen“, erläutert Catharina Kähler vom Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld. „Die Stationen öffnen den Blick für das, was sich in ihrem Bereich an der Stever befindet. Sonst fährt man dort einfach nur vorbei“, ergänzt ihre Kollegin, die Umweltpädagogin Sandra Dirks. Ein Besuch der vier anschaulich gestalteten Haltepunkten biete sich besonders für Familien, aber auch für alle anderen Interessierten an. „Die Tour ist auch gut nutzbar für Schulklassen. Denn sie können die gesamte Gewässerökologie mit Experimentierfreude erleben“, hebt Sandra Dirks hervor.

So ist am Stever-Aufenthaltsbereich an der Friedenskirche ein „Tümpeltisch“ installiert worden, der ins Thema „Leben in der Stever“ einführt. Dort können Kleinstlebewesen gekeschert und beobachtet werden. Ein Schlüssel für den Tisch ist nach vorheriger Anmeldung in der Tourist-Info bei Martina Venschott,  0 25 97/ 69 97 99, erhältlich.

Überschwemmungsbereich schafft neuen Lebensraum

An der Einmündung des Wortbaches in die Stever informiert die nächste Station über das Leben an dem gegenüberliegenden Steilufer. Rund 200 Meter weiter, ebenfalls direkt am Stever-Ufer gelegen, beschäftigt sich die nächste Station in Form eines „Mitmach-Regenkasten“ mit der Überschwemmungsfläche zwischen Stever und Dümmer. Denn dieser Bereich, der im Rahmen des Projektes „Lebendige Stever“ entstanden ist, bietet als Feuchtwiese bestimmten Tier- und Pflanzenarten einen neuen Lebensraum. Bei der Mitmach-Wasserbahn an der Marienkapelle dreht sich der Lerneffekt um die Durchlässigkeit und den natürlichen Verlauf. Beides ist an der Stever durch die Entfernung von Querbauwerken sowie durch die Ausweitung der Uferbereiche entstanden.

Aktuell ist die Vier-Stationen-Tour allerdings nicht ganz komplett. „Erst wenn die Frostperiode ganz vorbei ist, können wir zwei Stationen mit Pumpen bestücken“, berichtet Erwin Oberhaus, der im Sendener Bauamt bei der Umsetzung des Projektes „Lebendige Stever“ Regie geführt hat.

Kinder qualifizieren sich zu „Stever-Experten“

Für Kinder, die sich zum „Stever-Experten“ qualifizieren wollen, hält die Tourist-Info der Gemeinde Senden Sammelkarten und Entdecker-Karten bereit. Die Fragen der Sammelkarte können mit Hilfe der Mit-mach-Stationen längs der Stever beantwortet werden. An jeder Station ist eine Münze angebracht, deren Motiv mit einem Stift abgerubbelt und auf die Karte übertragen werden kann.Die Entdecker-Karte für Kinder lädt zum Erkunden des Familienradwegs „Steverland-Route“ ein. Er erstreckt sich über das gesamte Gebiet des Regionale-Projektes „Wasserwege-Stever“, das sich längs der Stever von Nottuln bis Haltern erstreckt. Die „Lebendige Stever“ in Senden ist ein Teilprojekt der Gesamtmaßnahme.Mit der Steverland-Route sowie durch die Mit-mach-Stationen schafft das Regionale-Projekt neben der ökologischen Aufwertung der Gewässer und dem Hochwasserschutz auch noch einen touristischen Mehrwert für die beteiligten Kommunen.Die Sammelkarte und die Entdecker-Karte sind in der Tourist-Info der Gemeinde Senden ( 0 25 97 / 69 97 99) oder via touristinfo@senden-westfalen.de, kostenlos erhältlich. Dort gibt es für eine Schutzgebühr in Höhe von drei Euro ein Begleitheft zur „Steverland-Route“ mit Fotos, Wegbeschreibungen und informativen Texten.sff

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