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DRK Senden unterstützt den Rettungsdienst des Kreises

„Gewinn für die Notfallvorsorge“

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Bei Unfällen, beim Verdacht auf Schlaganfall oder Herzinfarkt müssen die Helfer schnellstmöglich vor Ort sein, um Schlimmeres verhindern zu können. Dazu unterstützen Ehrenamtliche des DRK Senden jetzt regelmäßig den Rettungsdienst des Kreises Coesfeld.

Von Andreas Krüskemper

Rotkreuzleiter und Notfallsanitäter Richard Schneider (li.) und Rettungssanitäter Finn Kramer besetzten den Sendener Rettungswagen im Regelrettungsdienst. Foto: Andreas Krüskemper

Ob Unfall oder Herzinfarkt: Wenn Menschenleben in Gefahr sind, kommt es für den Rettungsdienst auf jede Sekunde an. Daher gelten ganz bestimmte Hilfsfristen, in denen die Helfer nach der Alarmierung vor Ort sein müssen.

Um diese Fristen einhalten zu können, gibt es eine sogenannte Spitzenabdeckung. An Tagen, an denen mit besonders vielen Einsätzen zu rechnen ist, wie Silvester oder der 1. Mai, besetzen die Aktiven des DRK Senden daher ihren Rettungswagen zur Unterstützung des DRK-Rettungsdienstes des Kreisverbandes. Das hat Vorteile für alle: Der Regelrettungsdienst wird entlastet, die Sendener Rotkreuzler bleiben „in der Praxis“ und die Bevölkerung kann sicher sein, im Notfall kompetente und schnellstmögliche Hilfe zu bekommen.

Allerdings variieren die Zahlen der Einsätze in der Spitzenabdeckung stark. Um dennoch kontinuierlich Praxiserfahrung zu sammeln und so den hohen Standard des Rettungsdienstes aufrecht zu erhalten, gibt es seit März eine Änderung in der Zusammenarbeit von Kreisverband Coesfeld und Ortsverein: Ab sofort werden die Sendener an einem Wochenende im Monat von 7 bis 19 Uhr den Rettungsdienst für die Rettungswache Senden verstärken.

Das hilft auch dem Rettungsdienst: „Bei der aktuellen Corona-Situation könnten wir ohne den Einsatz der ehrenamtlichen Helfer wegen krankheitsbedingter Ausfälle manche Fahrzeuge nicht besetzen“, ist Michael Hofmann, Leiter DRK-Rettungsdienst, den Sendenern dankbar.

Echter Gewinn für beide Seiten

DRK-Kreisvorstand Christoph Schlütermann und Rotkreuzleiter Richard Schneider sind sich einig, dass die enge Zusammenarbeit zwischen den ehrenamtlichen Kräften des DRK und den hauptamtlichen Mitarbeitern im Rettungsdienst für die Notfallversorgung in Senden ein echter Gewinn ist. Beide streben eine langfristige Zusammenarbeit an. Regelmäßige Praxiseinsätze und die Teilnahme an Weiterbildungen halten das ehrenamtliche Personal auf hohem Niveau. „Für die Motivation der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sind diese Praxiseinsätze sehr wichtig“, ist sich Schneider mit Schlütermann einig.

Das DRK Senden hat für die Besetzung der Schichten einen Pool von 15 Ehrenamtlichen, die die benötigten Qualifikationen besitzen und sich zur Besetzung der Schichten bereit erklärt haben. Wie bei den bisherigen Einsätzen in der Spitzenabdeckung wird das gebrauchte Material vom Kreisverband ersetzt, zur Desinfektion des RTW kann die Desinfektionshalle der Rettungswache genutzt werden.

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