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„Dinner Daheim“: Sarah Bokop hat sich als Mietköchin selbstständig gemacht

Gourmet-Menüs aus eigener Küche

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Eigentlich ist Sarah Bokop examinierte Gymnasiallehrerin. Doch seit früher Kindheit ist das Kochen ihre große Leidenschaft. Jetzt hat sich die 27-Jährige selbstständig gemacht und bereitet als Mietköchin in den Küchen ihrer Kunden Gourmet-Menüs zu.

Siegmar Syffus

Bei der „Küchenschlacht“ im ZDF stand Sarah Bokop gemeinsam mit Sp Foto: ZDF/Norman Kalle

Schon als Dreikäsehoch, im zarten Alter von sechs Jahren, stand sie am Herd. „Da habe ich heimlich angefangen, Karamell zu kochen. Das war ein schöner Effekt, wie aus weißem Zucker und Wasser braunes Karamell wurde. Das hat gut geklappt“, erinnert sich Sarah Bokop lächelnd an ihren ersten Kochversuch. Doch die heute 27-Jährige hat nicht nur dieses erste „Scharmützel am Herd“ erfolgreich bestritten, sondern mittlerweile sogar zwei „Küchenschlachten“ im ZDF gewonnen. Seit Juli ist Sarah Bokop selbstständig mit ihrem „Dinner Daheim“. „Das ist ein Mietkochservice, der das Restaurant-Gefühl in Privathaushalte bringt“, umreißt sie die Idee ihres Ein-Frau-Unternehmens.

Ihr Konzept: Sie stellt sich als Mietköchin für Familien-, Geburtstags- und Firmenfeiern, Hochzeiten und Kochkurse zur Verfügung – brutzelt, backt, pochiert und kocht Wunschgerichte in der Küche ihrer Kunden. „Dabei lege ich sehr viel Wert auf regionale und saisonale Produkte und Lebensmittel“, betont Sarah Bokop, die seit März dieses Jahres examinierte Gymnasiallehrerin mit den Fächern Biologie und Erdkunde ist und „der Liebe wegen“ von Münster nach Senden zog. Bis zum Beginn der Sommerferien vertrat sie am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium eine Kollegin in Elternzeit, um dann in die Selbstständigkeit zu wechseln.

Denn Kochen ist seit ihrem heimlichen Karamell-Experiment ihre ganz große Leidenschaft geblieben. „Schon als Neun-, Zehnjährige habe ich für unsere fünfköpfige Familie gekocht: Pasta mit Lachs, Gemüsepfanne und andere Alltagsgerichte. Im Fernsehen hab‘ ich mir immer die Kochshows mit Ralf Zacherl, Tim Mälzer und Jamie Oliver angeschaut“, nennt Sarah Bopop nur einige ihrer Ideengeber in Sachen kreatives Kochen. Sie nahm dann nicht allein an diversen Kochshows im Fernsehen teil, sondern absolvierte Praktika in Sternerestaurants und hatte zwischenzeitlich sogar ein Engagements als Gastköchin in einem Gourmetrestaurant, bevor sie 2018 ihr Referendariat begann. „Ich wollte erst einmal diese Ausbildung abschließen, um zweigleisig fahren zu können“, gibt sich die 27-Jährige bodenständig zukunftsorientiert.

Wobei ihr Start in die Selbstständigkeit vielversprechend verlief: „Schon vier Tage nach der Gründung von ,Dinner Daheim‘ hatte ich mein erstes Engagement: Ich habe für ein Freundinnentreffen von zehn Frauen ein Drei-Gänge-Menü gekocht, unter anderem mit Rote-Bete-Carpaccio, Zweierlei vom Maishähnchen und Variationen von der Erdbeere“, erzählt Sarah Bokop. Die Herausforderung, der sie sich stellt: „Ich koche gerne traditionelle Wunschgerichte, die ich mit eigener Kreativität neu interpretiere, um aus ihnen möglichst viel herauszukitzeln.“ Aufgrund der coronabedingten Einschränkungen, sei es zurzeit jedoch kaum möglich, dies in fremden Küchen umzusetzen, dafür laufe der Gutschein-Verkauf recht gut.

Nach Corona ein eigenes Restaurant zu eröffnen stehe aktuell nicht zur Debatte sagt die Sendenerin. Für sie habe es etwas mit „Wohlfühlen und Heimat“ zu tun, ihren Kunden daheim „einen Geschmack wie man ihn von Oma kennt, neu auf dem Teller entdecken zu lassen“.

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