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Juniorwahl am Joseph-Haydn-Gymnasium

Grüne und Liberale würden die Regierung bilden

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Bei der Juniorwahl am Joseph-Haydn-Gymnasium zeigte sich, dass von Politikverdrossenheit keine Spur herrscht und dass die junge Generation die Hauptrollen in der Regierung anders besetzen würde.

Im Rahmen der bundesweiten Juniorwahl übten auch die Jugendlichen des Joseph-Haydn-Gymnasiums den Urnengang. Die Wahlbeteiligung betrug 100 Prozent. Foto: JHG

Am Joseph-Haydn-Gymnasium hatte alles seine Richtigkeit: Viele Wahlhelfer und -beobachter sorgten in der vergangenen Woche dafür, dass Schülerinnen und Schüler ihre Stimme nach demokratischen Grundsätzen abgeben konnten. Alle Jugendlichen ab der achten Klasse waren aufgerufen, im Rahmen der Juniorwahl zur Bundestagswahl an die Wahlurne zu treten und ihre Kreuzchen zu machen.

„Und das ging nicht ohne Vorbereitung“, sagt Politiklehrer Tobias Krickau, der gemeinsam mit Lehramtsanwärterin Luise Schmidt die Juniorwahl am JHG initiiert und begleitet hatte. „In allen beteiligten Klassen und Kursen wurden zuvor die notwendigen Informationen zur Wahl, zur Demokratie und zu den Wahlrechtsgrundsätzen thematisiert und aufgearbeitet.“, so Krickau, laut Pressenotiz. Die Vorbereitung scheint sich gelohnt zu haben. Denn die Wahlbeteiligung der in der vergangenen Woche in der Schule anwesenden Schülerinnen und Schüler lag bei 100 Prozent – ungültige Stimmzettel gab es keine.

Die Ergebnisse der Juniorwahl am JHG fallen in Erst- und Zweitstimme sehr unterschiedlich aus. So erhielt Marc Henrichmann von der CDU von 30,8 Prozent der Schülerschaft das Vertrauen ausgesprochen, gefolgt von Dr.Anne-Monika Spallek von den Grünen mit 23,9 Prozent. Bei den Zweitstimmen weichen die Wahlergebnisse am JHG zum Teil deutlich vom Bundestrend ab. Hier hieße die neue Bundeskanzlerin wahrscheinlich Annalena Baerbock, die in einer Koalition mit der FDP ein Regierungsbündnis bilden könnte. Die beiden Parteien würden genügend Stimmen für eine Koalition vereinen, so dass die SPD und die CDU in die Rolle der Opposition rückten, zusammen mit der Partei Die Linke. Die AfD und auch Die Partei schaffen am JHG nicht die Fünf-Prozent-Hürde, heißt es weiter.

„Die Juniorwahl bietet eine gute Gelegenheit, um Schülerinnen und Schüler für Demokratie zu begeistern und sie an den Wahlakt heranzuführen“, sagt Schmidt, die den handlungsorientierten Mehrwert der Juniorwahl schätzt. An der Juniorwahl zur Bundestagswahl nahmen in diesem Jahr 4500 Schulen deutschlandweit teil, heißt es in der Mitteilung abschließend.

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