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Befragung zur Zufriedenheit von Jugendlichen in Senden

Gut – aber mit Luft nach oben

Senden

Wie zufrieden sind die Jugendlichen mit ihrer Lebenssituation in Senden? Dieser Frage sind Studierende im Auftrag der Gemeinde nachgegangen. Die Ergebnisse ihres Projektes wurden jetzt im Rathaus vorgestellt.

Gemeinsam mit Projektleiterin Prof. Dr. Frauke Annegret Kurbacher (6.v.l.) stellten die Studierenden die Ergebnisse ihrer Umfrage den Vertretern der Gemeindeverwaltung sowie der Sendener Jugendarbeit vor. Foto: Thomas Fromme

Die Zahlen sprechen für sich: Knapp 65 Prozent der Befragten zwischen zwölf und 25 Jahren sind zufrieden. Weitere 33 Prozent entschieden sich für die Antwortmöglichkeit „teils zufrieden“. Nur wenige der rund 150 Teilnehmer einer Befragung von jungen Menschen in Senden sind demzufolge mit der Situation in ihrer Heimatgemeinde unzufrieden. Diese und andere Ergebnisse wurden jetzt im Rathaus vorgestellt.

3000 Jugendliche in Senden

Unter dem Titel „Jugendgerechte Kommune – Was brauchen wir noch in Senden?“ hatten im Mai zehn Studierende der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung eine Online-Befragung durchgeführt. Sie war Teil eines wissenschaftlichen Projekts im Auftrag der Gemeinde Senden. Die Gruppe wurde von der Projektleiterin, Prof. Dr. Frauke Annegret Kurbacher, sowie Susanne Espenhahn und Marleen Kasselmann von der Gemeinde Senden betreut. Ihr Ziel: Anhand der Befragung und durch ergänzende Experteninterviews herauszufinden, wo Verbesserungsbedarf besteht. Außerdem sollte das Projekt dazu beitragen, dass die rund 3000 Jugendlichen in Senden sich zukünftig stärker mit der Gemeinde identifizieren, sich einbringen und auch mitbestimmen können. Laut der Umfrage hätten immerhin 20 Prozent Lust dazu, sich stärker einzubringen und 42 Prozent denken darüber nach, heißt es in einer Pressenotiz.

Social Media verstärkt nutzen

In Senden gibt es aus Sicht der jungen Menschen noch Verbesserungsbedarf. Daher haben die Studierenden konkrete Vorschläge und Handlungsempfehlungen erarbeitet, die vor allem die Einbindung der Jugend in Entscheidungen sicherstellen sollen: Sie stellten die Idee einer Zukunftswerkstatt vor, einem offenen Format zur Jugendbeteiligung. Zusätzlich sollten die bereits bestehenden Workshops unter dem Namen YouComm regelmäßig fortgeführt werden, um dort eventuell in zwei Altersstufen über die Belange junger Sendener zu beraten.

Das Büro EhrenWert könnte zusätzlich eine dauerhafte Anlaufstelle in Form eines „Jugendbüros“ sein, so der Vorschlag der Projektgruppe. Um die Jugendlichen via Social Media zu erreichen, böte sich beispielsweise ein eigener Instagram-Account an.

Bürgermeister Sebastian Täger bedankte sich bei den Studierenden und machte in einer abschließenden Diskussion deutlich, welche Schwierigkeiten bestehen, Jugendliche stärker in die Entscheidungsfindung einzubinden: „Politische Entscheidungen und die Umsetzung von Wünschen brauchen oft Zeit. Für junge Leute ist es schwer nachzuvollziehen, warum das so ist. Das müssen wir besser erklären.“ Es sei wichtig, so Täger weiter, die Motivation zur Mitwirkung zu erhöhen, um Ideen der jungen Generation verwirklichen zu können.

Ideen der Jugend in Politik einbeziehen

Bisher konnten schon etliche Vorschläge der Jugendlichen, wie die Errichtung von Calisthenics-Anlagen im Sportpark, der Bau einer zweiten Schutzhütte im Bürgerpark an der Stever oder die Einführung eines Taxibusses in die Ortsteile umgesetzt werden. Die Gemeinde möchte gemäß ihres Leitzielkataloges „Senden 2030“ „eine attraktive, barrierefreie und lebenswerte Heimat für eine wachsende Bevölkerung“ sein, damit alle Generationen gerne zusammen leben und arbeiten. Dafür ist es wichtig, die Ideen der Jugend einzubeziehen, heißt es in der Pressemitteilung abschließend.

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