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Kanalisation wird unter Druck gereinigt

Häuser vor Rückstau sichern

Senden

Im Zuge der Überprüfung des Sendener Kanalsystems werden derzeit die Rohre durchgespült. Da dies mit einem Druck von rund 80 bar geschieht könnte es zu Rückstaus kommen. Hauseigentümer sollten die Sicherungen gegen eindringendes Abwasser prüfen.

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Mitarbeiter der Firma Ahlert spülen derzeit die Kanäle im Ortsteil Senden. Da dies mit einem Druck von 80 bar geschieht, kann es zu Rückstaus in den Anschlussleitungen kommen. Foto: Gemeinde Senden

In Senden wird derzeit die Kanalisation umfassend überprüft. Die Untersuchung aller Kanäle und Schächte im größten Ortsteil wird insgesamt etwa ein Jahr dauern, kündigt die Gemeindeverwaltung an. Dazu fährt eine Fachfirma das gesamte Gemeindegebiet ab und untersucht insgesamt rund 53 Kilometer Schmutzwasser- und 57 Kilometer Regenwasserkanäle sowie 3050 Schächte. Gleichzeitig mit der Bestandsaufnahme werden die Kanäle gereinigt.

Die ausführende Firma ist dazu angehalten, heißt es weiter, die Rohre mit einem möglichst niedrigen Druck zu spülen. Konkret heißt das, dass die Rohre mit 80 bar anstatt mit 100 bis 120 bar gespült werden. Beim Spülen der Hauptkanäle kann es trotzdem zum Rückstau in den Anschlussleitungen kommen.

Abwasser kann in Häuser gelangen

Marcus Schmidt, der die Maßnahme im Bauamt koordiniert, bittet daher alle Eigentümer zu prüfen, ob eine Sicherung gegen das Eindringen von Abwasser aus der Kanalisation vorhanden ist. Dazu sind die Besitzer von Wohneigentum laut der Satzung der Gemeinde Senden verpflichtet, heißt es in der Mitteilung. Denn auch bei Starkregen-Ereignissen könnte sonst Abwasser aus der Kanalisation ins Innere gedrückt werden. Wer Fragen dazu oder Interesse an einer Beratung hat, kann sich an die Gemeindeverwaltung wenden. Schmidt bittet um Verständnis, dass es aufgrund des großen Aufwands nicht möglich ist, jeden oder jede vorab über den Termin der Kanalreinigung zu informieren.

„Die Gemeinde ist gesetzlich dazu verpflichtet, die öffentlichen Kanäle und Schächte zu untersuchen. Um eine Untersuchung durchführen zu können, müssen die Kanäle vorher gespült und von Schmutz befreit werden. Die gesammelten Daten bieten einen Überblick über deren Zustand und sollen als Grundlage für die Entscheidung über eventuell notwendige Sanierungsmaßnahmen dienen“, so Schmidt zum Ziel der Maßnahme.

Datenbank für alle Ortsteile

Im vergangenen Jahr wurden bereits die Kanäle und Schächte in Bösensell untersucht. Im nächsten Jahr ist eine entsprechende Maßnahme in Ottmarsbocholt vorgesehen.

Wenn die Befahrung der drei Ortsteile abgeschlossen ist, erfolgt eine ganzheitliche Betrachtung aller Kanäle und eine Auswertung der gesammelten Daten. Diese Ergebnisse werden anschließend der Datenbank über den Straßenzustand gegenübergestellt, die sich gerade im Aufbau befindet. Danach werden Priorisierungen der zu sanierenden Kanäle und Straßen festgelegt und ein Gesamtkonzept erarbeitet.

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