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Feuerwehr Senden im Hochwassergebiet im Einsatz

Hilfe für Eschweiler

Senden/Eschweiler

Die Feuerwehrleute der Gemeinde Senden waren im Hochwassergebiet in Eschweiler im Einsatz. Hauptbrandmeister Stephan Niehues schildert seine Eindrücke von der Evakuierung eines Krankenhauses.

Neun Feuerwehrleute aus der Gemeinde Senden waren am Donnerstag in Eschweiler im Einsatz, um bei der Evakuierung eines Krankenhauses zu helfen. Foto: Feuerwehr Senden

Der Sendener Hauptbrandmeister Stephan Niehues ist schon seit 28 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr, hat viele verheerende Brände gesehen und auch beim Elbhochwasser mitgeholfen. Doch das Hochwasser-Szenario in Eschweiler sei „trotz der langjährigen Einsatzroutine eine krasse Erfahrung“ gewesen, sagt er.

Schon beim Erreichen des Ortes Eschweiler wurde der Feuerwehr-Konvoi von winkenden Passanten am Wegesrand auf ein älteres Ehepaar aufmerksam gemacht, das auf dem Balkon eines Hauses von Wassermassen eingekesselt war. „Ein eineinhalb Meter breiter Bach war hinter dem Haus zu einem reißenden Strom mit der Breite des Rheins angewachsen. In der Strömung trieb ein Überseecontainer aus einem nahe gelegenen Industriegebiet“, beschreibt Niehues seine Eindrücke.

Gemeinsam mit drei weiteren Kameraden aus Senden, zwei Bösensellern sowie einer Kameradin und zwei Kameraden aus Ottmarsbocholt war er am Donnerstag in Eschweiler im Einsatz, um dort auch bei der Evakuierung eines Altenheims und eines Krankenhauses zu helfen. „Da in dem Krankenhaus die Stromversorgung ausgefallen war, mussten wir vor Ort mit weiteren Kräften von DRK und Feuerwehr rund 30 Personen aus der sechsten Etage heruntertragen“, erläutert Niehues.

Die Feuerwehr der Gemeinde Senden war im Einsatz in Eschweiler. Foto: Feuerwehr Senden

Über 300 Patienten und 17 Personen intensivmedizinischer Betreuung mussten aus dem Krankenhaus gerettet werden. „Beim Abtransport der stabilen Patienten halfen auch örtliche Landwirte mit ihren Traktoren und Anhängern. Dass das alles so geklappt hat, ist der Verdienst aller beteiligten Kräfte, die Hand in Hand arbeiteten“, betont Niehues.

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