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SK Touristik aus Bösensell sammelt dringend benötigte Güter

Hilfstransport ins Herz der Ukraine

Bösensell

Die Bereitschaft, den Menschen in der Ukraine zu helfen, ist enorm. Das Bösenseller Unternehmen SK Touristik organisiert jetzt einen Hilfstransport in die besonders vom Krieg betroffenen Gebiete und bittet um Sachspenden.

Von Thomas Fromme

Hoffen auf zahlreiche weitere Spenden für die Ukraine (v.l): Sina Pfeifer, Carsten Siegel und Markus Knüpp (SK Touristik). Foto: Henrike Baum

In den Orten im ukrainischen Kriegsgebiet fehlt es an zahlreichen Dingen, die für uns im Alltag selbstverständlich sind. Die SK Touristik GmbH aus Bösensell ist zurzeit schwerpunktmäßig ehrenamtlich tätig. Das Unternehmen ruft zu Sachspenden auf und kümmert sich darum, dass die Hilfsgüter auch dort ankommen, wo sie so dringend benötigt werden. Gefragt sind Hygieneartikel, Desinfektionsmittel, Decken, Babynahrung, Windeln und vieles mehr (siehe unten).

Die Logistik steht. Sie ermöglicht den Transport direkt in die von russischen Angriffen betroffenen Gebiete im Herzen der Ukraine oder weiter in den Osten. Von Bösensell geht es bis Kattowitz in Polen – und dort übernimmt eine größere Spedition ehrenamtlich den Weitertransport der vorsortieren Hilfsgüter.

Sonst nur Kanada, aber im Augenblick fast nur Ukraine – das Unternehmen sammelt fleißig Hilfsgüter. „Wir werden Anfang nächster Woche mit einem 7,5-Tonner und wahrscheinlich einem Pkw mit Anhänger nach Kattowitz fahren“, sagt Markus Knüpp. Er ist zusammen mit Rainer Schoof Geschäftsführer der SK Touristik.

Unterstützung für die Aktion kommt aus der ganzen Region. So hilft das benachbarte Umzugs-Unternehmen Geuer International mit Containern zum Lagern und zusätzlichen Lieferfahrzeugen für die Fahrt nach Ostpolen, die Anfang nächster Woche starten soll. Rainer Schoof bricht bereits am Mittwoch (9. März) mit einer ersten kleineren Hilfslieferung in die Nähe von Rostock auf. Dort besitzt seine Familie ein Haus mit Ferienwohnungen, die sie Flüchtlingen zur Verfügung gestellt hat. „Da haben wir etwa 40 Menschen untergebracht, denen es auch an unglaublich vielen Dingen fehlt. Es sind ausschließlich Frauen mit Kindern. Sie sind total traumatisiert – sie mussten ihre Väter, Ehemänner und Brüder für den Widerstandskampf zurücklassen und wissen meist nicht einmal, ob sie noch leben. Es ist grauenvoll“, sagt Schoof.

SK Touristik bittet darum, dass die Hilfsgüter direkt in Kartons gepackt werden, weil das die weitere Logistik erleichtert. Die Kartons können offen bleiben. Das SK-Team packt die Hilfsgüter thematisch um und nutzt die Kartons weiter.

Spenden werden bis zum 12. März (Mittwoch und Freitag 9 bis 18 Uhr, Donnerstag 9 bis 20 Uhr, Samstag 12 bis 17 Uhr ) bei SK Touristik (rotes Holzhaus), Im Südfeld 96, Bösensell, angenommen. Auf der Firmen-Homepage stehen neben der Liste der benötigten Güter auch Hinweise zu Bestellmöglichkeiten für Pakete für diejenigen, die vor Ort nichts abgeben können oder möchten.

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