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Cabrio-Team steht in den Startlöchern

Hoffen auf die Freibadsaison

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Seit einem halben Jahr herrscht im Cabrio-Bad Besucher-Flaute. Wie lange sie anhält ist auch zurzeit noch ungewiss. Betriebsleiter Michael Siemann ist dennoch verhalten optimistisch. Sonne, Freibadsaison und Lockerungen in der „Modellregion“ könnten bald schon mit dem erfrischenden Sprung ins kühle Nass bescheren.

Siegmar Syffus

Das Wasser im Cabrio ist gut: Christian Gerding (v.l.), Michael Siemann und Volker Sowade hoffen, dass sich davon möglichst bald auch wieder Badegäste überzeugen können. Foto: Siegmar Syffus

Eigentlich waren ab 12. März in der „Modellregion“ Kreis Coesfeld erste Lockerungen vorgesehen. Doch nur drei Tage später wurde das Vorhaben verschoben. Jetzt steht via Infektionsschutzgesetz einerseits eine bundesweite Notbremse ins Haus. Andererseits wird in der „Modellregion“ Kreis Coesfeld erneut über Lockerungen nachgedacht. Kurzum: Die Corona-Lage bleibt unübersichtlich. Und damit fällt bis auf Weiteres auch der von vielen Sendenern heiß ersehnte Sprung ins kühle Nass des Cabrios ins Wasser.

Gleichwohl gibt sich Michael Siemann verhalten optimistisch: „Die besseren Zeiten sind auf dem Weg zu uns“, sagt der Betriebsleiter des Bades mit Blick auf die steigende Zahl der Geimpften. „Zusätzlich“, ergänzt Volker Sowade vom Sendener Sport- und Kulturamt, „wird eine Öffnung des Cabrio nur in Kombination mit Testungen möglich sein. Da kommt uns entgegen, dass nebenan beim VfL getestet wird.“ Um Öffnungen konkret ins Auge fassen zu können, müssten die an verschiedenen Teststationen erfassten Ergebnisse digital zusammengefasst werden. „Die Vorbereitungen für eine einheitliche Lösung laufen kreisweit“, so Volker Sowade.

Schulsport steht an erster Stelle

Derweil setzen Michael Siemann und sein 21-köpfiges Team, das sich seit 1. November in Kurzarbeit befindet, auf Sonnenschein und eine Aufhellung der trüben Gesetzeslage: „Wir hoffen auf die Freibadsaison, weil wir in der glücklichen Lage sind, das Dach der Halle aufzufahren und somit mehr Gäste reinlassen zu können. Unsere Mitarbeiter sehnen sich danach, endlich wieder loslegen zu können“, sagt der Cabrio-Leiter.

Sobald „die Politik“ verlässlich grünes Licht gibt, würden die Vorbereitungen zur Öffnung des Sendener Bades sofort anlaufen, verspricht Michael Siemann. „Bis wir die ersten Badegäste reinlassen können, braucht es aber eine 14-tägige Vorlaufzeit. Ein Schwimmbad ist kein Verwaltungsgebäude, das von heute auf morgen wieder öffnen kann“, räumt er ein. Die Wasseraufbereitung, eine sich anschließende Prüfung und Freigabe durch ein externes Labor sowie umfangreiche organisatorische Vorbereitungen seien notwendig. Die Öffnung soll schrittweise erfolgen: Als erstes soll der Schulsport anlaufen. Danach könnten Schwimmkurse wie „Seepferdchen“ und Angebote die der Gesundheit dienen, beispielsweise Aquagymnastik und Aquafitness, folgen. „Wir haben das Problem“, räumt Volker Sowade ein, „dass 2020 wegen des Lockdowns im November laufende Kurse abbrechen mussten. Diese sollen weitergeführt werden, sobald es möglich ist.“

Wasseraufbereitung für 260 000 Euro erneuert

Trotz der Besucher-Flaute in den Schwimmbecken frischte hinter den Kulissen des Bades es in den vergangenen Monaten durchaus Aufwind auf: „Wir haben die Zeit genutzt, um das Herz des Bades, die Elektrolyse-Anlage, komplett auszutauschen. Dazu mussten wir allein fünf Kilometer Kabel verlegen. Mit dieser neuen Wasseraufbereitung sind wir jetzt wieder für 15 Jahre auf der sicheren Seite“, weißt Michael Siemann auf den Nutzen der mit 260 000 Euro veranschlagten Investition. Auch die Sauna und ein Gastronomieraum seien saniert, der Rutschenturm neu gefliest worden.

Christian Gerding, stellvertretender Leiter des Cabrios, an der neuen Elektrolyse-Anlage, in der das Wasser des Bades ohne Chlorzusatz hygienisch gereinigt wird. Foto: Siegmar Syffus

Neben dem (hoffentlich bald wieder möglichen) Badespaß stehen noch weitere Cabrio-Angebot im Fokus: „Wir möchten, wie geplant, Anfang Juni Kulturveranstaltungen im Außenbereich durchführen. Aufgrund der Unsicherheiten allerdings in abgespeckter Form“, kündigt Volker Sowade an.

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