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Infoabend für Eltern der zukünftigen Erstklässler

In Alltag der Kinder eingetaucht

Senden

Der Arbeitskreis Kita-Grundschule hatte die Eltern angehender Erstklässler eingeladen, selbst in die Lebenswelten ihrer Kinder einzutauchen und sich so auf ganzheitliche Weise mit dieser Übergangszeit aus der Sicht ihres Nachwuchses auseinanderzusetzen.

Die Mitglieder des Arbeitskreises Kita-Grundschule informierten die Eltern angehender Erstklässler über die Bereiche Motorik, Sprache, Mathematik, Wahrnehmung, emotionale Kompetenz und Erschließung der Lebenswelten. Foto: AK Kita-Grundschule

Großes Interesse bei den Eltern in Senden: Rund 100 Vater und Mütter von angehenden Erstklässlern fanden sich zu eine Informationsabend im Joseph-Haydn-Gymnasium ein. Die Mehrzahl von ihnen schult zum ersten Mal ein, heißt es in einer Pressenotiz. Wie bereits in den vergangenen sechs Jahren hatte der Arbeitskreis Kita-Grundschule in Senden den Abend zusammen mit dem Schulträger, der Gemeinde Senden, organisiert. Das Besondere: Alle Kita- und Grundschulleitungen in der Stevergemeinde haben sich in diesem aktiv wirkenden Gremium zusammengeschlossen, um den Übergang der Kinder an dieser Stelle möglichst sicher und gewinnbringend zu gestalten, heißt es weiter.

Lebenswelten selbst erober

Die Eltern waren eingeladen, sich zu den grundlegenden Bereichen Motorik, Sprache, Mathematik, Wahrnehmung, emotionale Kompetenz und Erschließung der Lebenswelten zu informieren und vor allem, sich selbst auszuprobieren beziehungsweise zu erleben.

Die Eltern nahmen dieses Angebot für die ersten 45 Minuten sehr engagiert und aktiv an. Sie cruisten mit Pedalos durch den Klassenraum, trainierten Kopfrechnen mit Hilfe von Alltagsgegenständen oder schmökerten in Büchern.

Die Eltern waren eingeladen, selbst in die Lebenswelten ihrer Kinder einzutauchen und sich so auf ganzheitliche Weise mit dieser Übergangszeit aus der Sicht ihres Nachwuchses auseinanderzusetzen.

Deutlich wurde das Potenzial von Alltagssituationen: Beim Tisch decken lässt sich spielerisch die Sprache lernen, das allmorgendliche, alleinige Anziehen wird für die angehenden Erstklässlerinnen und Erstklässler zur Übung in der Feinmotorik, und beim Spaziergang durch den bunten Herbstwald erobern sie neue Lebenswelten.

Spaß am Lernen entsteht schon vor der Schulzeit

Michael Hiegemann, Leiter der Bonhoefferschule, moderierte für den Arbeitskreis diesen Abend und stellte begeistert fest: „Die Eltern sind sehr interessiert heute Abend und aktiv. Sie lassen sich inspirieren und wirken sehr zufrieden.“

„Der Spaß am Lernen entsteht nicht in der Schule, sondern schon vorher“, machte Schulpsychologe Dirk Zeuner mit seinem Vortrag klar und erinnerte die Eltern an ihre Vorbildfunktion. So sollen beispielsweise heikle Themen nicht im Beisein des Nachwuchses besprochen werden. Und auch die Eltern sollen sich mit Begeisterung neuen Aufgaben stellen. „Auch Misserfolge sind Lerngelegenheiten und noch so gutes Training bringt nichts, wenn man nicht an sich glaubt“, so Dirk Zeuner, heißt es abschließend.

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