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Hotel-Nachbarin: Einigung beim Ortstermin

Juristisches Tauziehen schon beendet

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Das juristische Tauziehen wurde mit dem Ortstermin beendet. Eine Nachbarin des neuen Hof-Hotels und die Familie Grothues verständigten sich auf Maßnahmen, wie Bankett-Feiern ohne Störung der Nachtruhe fortgeführt werden können.

Dietrich Harhues

Der Streit mit einer Nachbarin ist beim Ortstermin begelegt worden. Konkrete organisatorische Maßnahmen, um die Nachtruhe zu gewährleisten, wurden verabredet. Foto: ma

Der Ortstermin brachte eine Annäherung – buchstäblich und im übertragenen Sinne. Das juristische Kräftemessen, das (wie berichtet) durch einen Eil-Antrag einer Anwohnerin gegen den Kreis beim Verwaltungsgericht in Münster in Gang gesetzt worden war, ist beendet. „Der Knoten ist durchgeschlagen“, fasst Dr. Daniel Weber das Treffen zusammen.

Es dauerte rund drei Stunden. Für den Rechtsanwalt der Kanzlei Hüttenbrink und Partner, der die Familie Grothues vertritt, war es wichtig, „die Interessen in Einklang zu bringen“. Dazu brauche es Zeit, um eine Vertrauensbasis aufzubauen. „Das schaffen Sie nicht in einer halben Stunde.“

Dass beide Seiten ein Agreement gefunden haben, wurde am Ende des Ortstermins auch förmlich protokolliert, erklärt Michael Labrenz, Pressesprecher des Verwaltungsgerichts. Gegenüber den WN stellt er heraus: „Die Sache ist erledigt, das Verfahren wird eingestellt.“

Darüber ist auch Elmar Grothues, Juniorchef des Familienunternehmens, erfreut. Ihm ging es darum, „beide Seiten zufrieden zu stellen“. Ohne Details der Übereinkunft nennen zu wollen, spricht Grothues überdies von „Lerneffekten“, die aus den bisherigen Veranstaltungen gezogen werden können, und von mangelnder Kommunikation: „Wir wussten nicht, was wir falsch gemacht haben könnten.“

Der nun wohl beigelegte Nachbarschaftsstreit habe nicht dazu geführt, dass Veranstaltungen in dem Hotel abgesagt worden seien, unterstreicht Elmar Grothues. Wenn Feiern nicht angenommen wurden, dann weil bereits Buchungen vorlagen, beteuert der Hotel-Eigentümer weiter.

Die Anwohnerin, die gegen den Kreis als Genehmigungsbehörde geklagt hatte, akzeptiert die konkreten organisatorischen Maßnahmen, die getroffen wurden, um die Nachtruhe nicht zu stören, schildert ihr Rechtsbeistand Dr. Martin Arnold von der Kanzlei Baumeister.

Seine Mandatin werde aber prüfen, ob die noch ausstehende Baugenehmigung für Bankett-Veranstaltungen im Hof-Hotel in ihren Nebenbestimmungen jene Auflagen enthalte, die dauerhaft die Nachtruhe gewährleisten.

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