1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Senden
  6. >
  7. Kein Hotspot, sondern weiträumig verteilte Fälle

  8. >

Ansteigende Infektionszahlen in Senden

Kein Hotspot, sondern weiträumig verteilte Fälle

Senden

In Senden stiegen die Corona-Zahlen jüngst steil an. Die Ursachenforschung ist nicht einfach.

Von Dietrich Harhues

Im Kreis Coesfeld haben 61 Prozent der Bevölkerung den vollen Impfschutz. Foto: Daniel Karmann/dpa

Die Kurve flacht etwas ab, verläuft aber auf hohem Niveau: Das Kreis-Gesundheitsamt meldet zwei neue aktive Infektionen gegenüber dem Vortag, so dass in Senden aktuell (Stand Dienstag, O Uhr) 39 Corona-Fälle zu verzeichnen sind. Auffällig war aber – wie berichtet – der Anstieg um 13 Infizierte, die in Senden zwischen Freitag und Montag registriert worden war. Die WN hakten bei den möglichen Gründen dazu beim Kreis Coesfeld nach.

Wie Hartmut Levermann als Behördensprecher erläuterte, liege in Senden kein punktueller Hotspot vor, sondern die Betroffenen seien „weiter verteilt“ zu lokalisieren. Nach Angaben von Levermann handele es sich bei den jüngst im Kreis auffallenden positiven Testergebnisse „hauptsächlich um Reiserückkehrer“.

Wie es um ihren Impfschutz bestellt war, ist bekannt. Dem Behördensprecher liegen keinen Zahlen für Senden vor, für die 53 akut Infizierten, die während des vorigen Wochenende im Kreis in die Statistik aufgenommen worden sind, gelte aber folgende Quote: 33 von ihnen hatten sich noch kein schützendes Vakzin spritzen lassen, bei sieben war noch nicht der volle Impfschutz eingetreten. Für die verbleibenden 13 erläutert Levermann, dass sie zwar Virusträger, aber nicht stark erkrankt seien.

Der Sprecher des Kreises verbindet das mit dem dringenden Appell, eine der vielfältigen Möglichkeiten zu nutzen, sich Impfschutz zu verschaffen. Laut Impfbericht der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe sind im Kreis Coesfeld 63,2 Prozent der Bevölkerung (139 689) erstgeimpft. 61,4 Prozent (135 614) haben inzwischen die vollständige Impfung erhalten.

Dies Skepsis gegenüber den Vakzinen ist aber gleichwohl weiterhin hoch. Und, so scheint es jedenfalls beim Blick in soziale Netzwerke, in Senden besonders ausgeprägt. Gerade in der größten örtlichen Facebook-Gruppe tobt gerade wieder eine Diskussion darüber, ob und in inwieweit eine Impfung, insbesondere für Kinder, sinnvoll ist.

Startseite