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Weiterhin Tempo 50 auf der Appelhülsener Straße

„Keine besondere Gefahrenlage“

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Die Anlieger der Appelhülsener Straße wünschen sich im Zuge der geplanten Sanierung ein verbesserte Verkehrssicherheit – insbesondere „Tempo 30“ und eine Auslagerung des Schwerlastverkehrs. Mit Hinweis auf „gesetzliche Bestimmungen“ sowie das Nichtvorhandensein einer „besonderen Gefahrenlage“ kommt das Straßenverkehrsamt Coesfeld diesen Ansinnen nicht nach.

Siegmar Syffus

Anlieger wünschen sich für die Appelhülsener Straße eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 und ein Durchfahrverbot für den Schwerlastverkehr. Aus Sicht des Straßenverkehrsamtes gibt es dazu keine gesetzliche Handhabe Foto: Siegmar Syffus

Keine Hoffnung auf eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf „Tempo 30“ macht Peter Herzog den Anliegern der Appelhülsener Straße: „Wir müssen auf Grundlage der gesetzlichen Bestimmungen entscheiden – auch wenn wir den Wunsch menschlich verstehen“, konstatiert der stellvertretende Leiter des Straßenverkehrsamtes Coesfeld. Der Gesetzgeber sehe innerörtlich grundsätzlich Tempo 50 vor, sofern keine „besonderen Gefahrenlagen“ vorhanden seien. „Von 2015 bis jetzt hat es auf der Straße keine Unfälle mit Fußgängern oder Radfahrern gegeben. Für uns eröffnen sich damit keine Möglichkeiten“, stellte Herzog im Gemeindeentwicklungsausschusses fest.

Bauliche Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung gebe es, wenn gewisse Einrichtungen von Fußgängern nur unmittelbar durch überqueren der Straße zu erschließen seien. „Auch das ist weder bei der Kita Pinocchio noch bei der Kita Erlengrund der Fall“, sah der Vertreter des Kreises Coesfeld wegen der Rechtslage bezüglich einer solchen Sicherungsmaßnahme keine Chance. Er wies darauf hin, dass auf Bundesebene eine Änderung der Straßenverkehrsordnung diskutiert werde, die den Kommunen mehr Entscheidungsmöglichkeiten gebe. Auch dem Anliegerwunsch, ein Durchfahrverbot für Schwerlastverkehr zu erlassen, erteilte er eine Absage: „Die Appelhülsener Straße ist eine Hauptverkehrsstraße und hat eine Erschließungsfunktion für den Ort“, erläuterte Herzog. Außerdem liege der Schwerlastanteil bei lediglich fünf Prozent. Ein Durchfahrverbot führe nur zu einer Verlagerung und belaste andere Straßen.

Marcus Thies von der Sendener Bauverwaltung kündigte an, dass an der Appelhülsener Straße zumindest eine mobile Geschwindigkeitsanzeige aufgestellt werden soll. Im Zuge der voraussichtlich im Spätherbst beginnenden Sanierung zwischen Einmündung Hiegenbusch bis zur L 844 (WN berichteten) soll außerdem ein lärmmindernder Straßenbelag eingebaut werden. Ferner werde die Querungshilfe barrierefrei ausgebaut. LED-Technik soll künftig für eine bessere Ausleuchtung der Straße sowie der Geh- und Radwege sorgen.

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