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Bürgermeister bringt Haushaltsentwurf 2022 in den Rat ein

Klimaschutz ist ein Schwerpunkt

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Fast 53 Millionen Euro umfasst der Haushaltsentwurf 2022, den Bürgermeister Sebastian Täger im Gemeinderat vorgestellt hat. Über 16 Millionen Euro will die Gemeinde in diverse große Baumaßnahmen investieren. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Klimaschutz.

Von Thomas Fromme

Den Entwurf für den Haushalt 2022 erläuterten Bürgermeister Sebastian Täger und Kämmerer Philip Geißler (kleines Foto). Am Donnerstagabend brachte der Bürgermeister den Etatentwurf in den Gemeinde Foto: fro

337 Seiten umfasst der Entwurf für den Haushalt der Gemeinde im kommenden Jahr. Zahlreiche neue sowie bekannte Positionen sind in dem Zahlenwerk enthalten, das Bürgermeister Sebastian Täger am Donnerstagabend in den Rat einbrachte. Der Haushalt umfasst ein Volumen von 52,97 Millionen Euro – das sind fast 4,5 Millionen mehr als 2021 eingeplant waren. Da der Kämmerer Erträge in Höhe von 52,05 Mio. Euro erwartet, kalkuliert er mit einem Defizit von 914.600 Euro, das einschließlich der Coronakosten allerdings 2,6 Mio. € betragen würde. Doch Pandemieausgaben dürfen die Kommunen vorerst gesondert verbuchen.

16 Millionen Euro für Baumaßnahmen

In seiner Haushaltsrede führte der Bürgermeister die Ratsmitglieder durch wichtige Zahlen und Projekte. 16,8 Mio. Euro will die Gemeinde investieren – etwa in Schulen, in Radwege und in die Rathauserweiterung, die Ortskernentwicklung und in Bauland und dessen Erschließung. „Es gibt einen hohen Bedarf an Bauland. Dabei sind Regionalplanung und unsere Bauleitplanung im Spannungsfeld zwischen der Ausweisung neuer Baugebiete und der Begrenzung des Flächenverbrauchs. Im Baugebiet Huxburg wird dieser Spagat in meinen Augen gut gemeistert“, so Täger.

Ein wichtiger neuer Schwerpunkt ist der Klimaschutz, für den das Budget auf 200 000 Euro verdoppelt wird. Hinzu kommen Aufwendungen für Photovoltaikanlagen auf kommunalen Gebäuden und moderne Mobilität.

Der Bürgermeister blickte auch auf weltweite Probleme und Krisen. „Die können uns als Kommune jederzeit stark betreffen“, erklärte er im Gespräch mit den WN und nannte als Beispiele Migration, Klimawandel und eine mögliche Rezession.

Für die Zukunft sieht Täger die Gemeinde finanziell gut aufgestellt, auch wenn die Coronakosten ab 2025 zu Buche schlagen. Anlass zu Optimismus bietet die Ausgleichsrücklage, die auf 10,58 Mio. Euro aufgestockt wird. Mit einem Dank an die Ratsmitglieder sowie an sein Team im Rathaus beendete der Bürgermeister seine Rede. Am 24. März wird der Rat über den Etat entscheiden. Bis dahin ist Zeit, das Zahlenwerk in den Fraktionen und in den Fachausschüssen zu beraten. Haushaltsrede im Wortlaut unter www.senden-westfalen.de.

Die „Top 5“ im Etatentwurf

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