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„Tag der Gärten & Parks in Westfalen-Lippe“

Kulturgenuss trifft auf Naturerlebnis

Senden

Beim „Tag der Gärten und Parks“ kooperieren Gemeinde Senden und Schloss-Verein erstmals. Rund um das Denkmal gehörte diese Veranstaltung seit Langem zum Jahreslauf. Im Schulterschluss mit der Kommune wird das Programm erweitert.

Von Dietrich Harhuesund

Jazz und mehr: Die Big Band „The Dorf“ spielt am Tag der Gärten und Parks am Schloss Senden. Foto: Schindeleck

Nachbarn bündeln ihre Kräfte: Die Gemeinde Senden reicht mit ihrem Bürgerpark unmittelbar an das „Territorium“ des Vereins Schloss Senden heran. Die Nachbarschaft ist längst gedeihlich, trägt jetzt aber auf einem neuen Feld Früchte: Beim „Tag der Gärten & Parks in Westfalen-Lippe“ sind erstmals beide als Akteure vertreten – und stimmen ihr Programm ab. Für den Schloss Senden e.V. gehört der vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) initiierte Tag seit 2016 zum festen Jahresablauf. Die Kommune betritt Neuland und will „keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung bieten“, wie Kulturamtsleiter Markus Kleymann beim Pressetermin mit dem Schloss Senden e.V. betont.

Feilen an letzten Details für den Tag der Gärten und Parks in Westfalen-Lippe: Dr. Martina Fleßner, Geschäftsführerin Schloss Senden e.V., Markus Kleymann, Leiter des Sendener Kulturamtes, und Insa Ahrens, wissenschaftliche Volontärin des Schloss-Vereins. Foto: di

Der Schulterschluss erbringt eine Win-Win-Situation: Denn der in ganz Westfalen-Lippe aufgelegte Park-Tag zieht erfahrungsgemäß mehrere Hundert Besucher an, blickt Dr. Martina Fleßner, Geschäftsführerin des Schloss Senden e.V., zurück. Und diese Gäste stammten meist nicht nur aus dem örtlichen, sondern einem weiteren Radius. Und für die Besucher lohnt sich die Senden-Visite noch mehr, denn das Programm am Sonntag (13. Juni) wurde ertüchtigt: Eine Vogelstimmenexkursion mit dem Ornithologen Dr. Andreas Leistikow startet um 20 Uhr. Da sie aber schon ausgebucht ist, wurde zu 9 Uhr eine Zusatzveranstaltung angesetzt. Die Kosten betragen fünf Euro; Anmeldungen nimmt das Biologische Zentrum in Lüdinghausen entgegen. Um 14 Uhr führt Erwin Oberhaus, Projektleiter im kommunalen Bauressort, unter dem Schwerpunktthema „Renaturierung der Stever“ durch den Bürgerpark. Die Teilnahme ist kostenlos, aber eine Anmeldung erforderlich,

 0 25 97/69 90. Auf der Bühne im Bürgerpark am Pastorat ist ab 11 Uhr Kultur für Kinder mit dem Stück „Ringa von Rattenau“ des „Brille“-Theaters zu erleben. Tickets (vier Euro) sind online auf der Gemeinde-Homepage zu erwerben.

Aktuelle Auflagen gelten

Alle Veranstaltungen unterliegen der Corona-Schutzverordnung, die aber Veränderungen unterliegt. Für die Freiluft-Führungen und das Kindertheater besteht beispielsweise keine Nachweispflicht eines Tests.Stellplätze stehen für auswärtige Besucher auf dem Parkplatz der Steverhalle zur Verfügung.

Am Schloss Senden startet der Garten-Sonntag um 11 Uhr. Kinder werden durch ein „Was-blüht-denn-da?“-Preisrätsel animiert, Speisen und Getränke aus der Region, darunter Sommerbowle, Erdbeerkuchen, Bratwurst und Bierspezialitäten kredenzt. Erstmals werden regional und nachhaltig befüllte Picknick-Körbe verkauft.

Gerstensaft macht Kunst-Karriere

Der Gerstensaft macht auch Karriere als Kunstprojekt: Das Künstlerduo Scheibe & Güntzel ist ab 13 Uhr vor Ort und lädt mit dem experimentellen Bierbrauer Ludger Schweer zur Gemüsebier-Verkostung ein. Die beiden Künstler präsentieren ihren Ausstellungskatalog und beenden mit dem Tag der Gärten und Parks ihr Projekt „PRESERVED // Altland – Neuland“, das sich mit der Frage auseinandersetzte, wie der Klimawandel die Landschafts Westfalens verändert und mit welchen Auswirkungen zukünftig noch zu rechnen ist.

Eine Themenführung („Der Schlosspark Senden – Idylle, Kleinod, wilder Wuchs“) startet um 12 Uhr.

Wohl ein Highlight bildet das Konzert von „The Dorf“, ein Projekt von Jan Klare. Damit gibt sich eine renommierte Big Band in Senden die Ehre. Für die Gäste des Park-Tages (die beim Betreten des Geländes drei Euro zahlen, Kinder frei) ein Gratis-Genuss. Die Gage hätte den Schloss-Verein überfordert, doch ein Landes-Zuschuss macht es möglich, dass die Musiker wieder live spielen können.

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