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„Heimat shoppen“ mit Live-Musik

Kulturprogramm für König Kunde

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Ein paar Tüten mit dem Logo ins Schaufenster stellen – das reicht nicht, um Kunden und Kaufkraft in den Kommunen zu halten. Deshalb soll in diesem Jahr die IHK-Aktion „Heimat shoppen“ von einem Programm flankiert werden.

Von Dietrich Harhues

Lukas Schlattmann spielt als Straßenmusiker in Münster, dem Münsterland und in Berlin. Beim „Heimat shoppen“ in Senden ist er auch vertreten. Foto: Pressefoto

Der Kunde ist König. So lautet ein Grundgesetz des Einzelhandels. Am Freitag (9. September) wird den Majestäten ein besonderer Empfang bereitet. Denn zur Aktion „Heimat shoppen“ rollen die Kaufleute ihren Kundinnen und Kunden den roten Teppich aus. Die bereits gut etablierte Initiative der Industrie- und Handelskammern (IHK) wird in Senden mit mehr Aufwand aufgegriffen als zuvor.

Denn ein kleines Kulturprogramm flankiert die Angebote der Betriebe: Live-Musik im Ortskern begleitet den Einkaufsbummel, der zu diesem Anlass bis 20 Uhr ausgedehnt werden kann. Einmalig fürs „Heimat shoppen“ weiten die Händler ihre Öffnungszeiten aus. Von 16 bis 19 Uhr singt und greift Lukas Schlattmann alias „Radio Lukas“ auf der Herrenstraße, auf dem Platz neben Optik Dalinghoff, in die Tasten seines Klaviers. Der „Piano Man“, der den gleichnamigen Hit von Billy Joel im Repertoire hat, covert Klassiker. Er hat ein Studium und Banderfahrungen etwa mit Carolin Kebekus als Sängerin hinter sich, wohnte lange in Davensberg und machte als Straßenmusiker, der im vorigen Mai (wie berichtet) durchs Ordnungsamt vom Sendener Wochenmarkt komplimentiert wurde, Schlagzeilen. Den Live-Genuss versüßt beispielsweise der Laden „Das kleine ich“, der verspricht, das „Weinliebhaber auf ihre Kosten kommen“.

Spaß beim Shoppen steigern

Ein Beispiel für viele, um den Spaß beim Shoppen zu steigern. Was die einzelnen Händler auf die Beine stellen, sei ihnen „bewusst offen gelassen worden“, gibt Manfred Tiemann, Vorsitzender des Gewerbevereins, als Maxime aus: „Jeder kann sich einbringen.“ Zum Rahmenprogramm gehört unter anderem auch die Gitarristin und Sängerin Sandrine Lisken mit Jazz und Pop in der Biete, wo sie schon mal beim Maifest zu erleben war. Dort werden beispielsweise bei „Gesunde Schuhe Wisner“ die Kunden am Freitag mit einem Glas Sekt und interessanten Giveaways begrüßt.

Dass das „Heimat shoppen“ etwas intensiver inszeniert wird, hat damit zu tun, dass der Sendener Herbst – der zeitlich sonst in der Nähe lag – in diesem Jahr ausfällt.

Unverständnis über Parkzeit-Verkürzung

Die Kosten für das Kulturprogramm teilen sich Gilde und Gemeinde. Das Ziel der IHK-Aktion machen sich beide zu Eigen. Denn: „Heimat shoppen“ soll das Bewusstsein dafür schärfen, welche Vielfalt sich im örtlichen stationären Handel finden lässt. Der könne mit Beratung und Produkten überzeugen, die unmittelbar ausprobiert werden, statt ökologisch bedenkliche Retouren zu verursachen. Als ein Baustein, um Kaufkraft in der Kommune zu binden, habe sich der neue Senden-Gutschein entpuppt, zieht Tiemann Bilanz: Dieser laufe prickelnd – „wie Brause“.

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