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Lebenshilfe Senden

Lage im Wohnheim hat sich entspannt

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Die Hälfte der Bewohner war zwischenzeitlich ins Hofhotel Grothues-Potthoff ausquartiert worden. Doch inzwischen in die Normalität ins Wohnheim der Lebenshilfe Senden zurückgekehrt.

Dietrich Harhues

Ina Freifrau Droste zu Senden und Christian Husmann sind erleichtert, dass die Corona-Situation sich im Wohnheim wieder entspannt hat. Foto: di

Die „Lebenshilfe“ Senden ist zu gewohnten Abläufen im Wohnheim zurückgekehrt. In der Einrichtung sei kein Infektionsgeschehen mehr festgestellt, das Ausweichquartier im Hofhotel Grothues-Potthoff wieder aufgegeben worden, berichten Ina Freifrau Droste zu Senden als Geschäftsführerin und Christian Husmann als Wohnheimleitung. Durch die Verlagerung von der Hälfte der 24 Bewohner ins Hotel – „das hat super geklappt“ – sei es möglich geworden, die Lage im Wohnheim räumlich zu entzerren. Droste zu Senden und Husmann danken den Mitarbeitern, die „ihre gesamte Kraft aufgeboten haben“, um die Virus-Verbreitung einzudämmen. „Spitzenmäßig“ habe auch die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt – „wir hatten eine feste Ansprechpartnerin, die auch bei uns vor Ort war“ – und den örtlichen Ärzten geklappt.

Die beiden Vertreter der „Lebenshilfe“ hadern aber etwas mit der Politik. Dort seien Einrichtungen der Eingliederungshilfe wie das Wohnheim des Vereins an der Steverwiese zu spät in den Fokus gerückt, als es um um Schnelltests ging. Zunächst hätten diese nur examinierte Pflegekräfte durchführen dürfen.

Unmittelbar vor dem Ausbruch des Virus im Sendener Wohnheim, nachdem diese Vorgabe erweitert worden sei, habe die „Lebenshilfe“ damit begonnen, diese Tests durchzuführen. Bis auf einen Infizierten seien alle symptomfrei gewesen und nur dank der Schnelltests aufgespürt worden. „In Berlin wurden wir wieder mal vergessen“, bedauert Droste zu Senden.

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