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Jugendliche bereiten sich in Klassen auf Abschluss vor

Leben kehrt in die Schulen zurück

Senden

Nach über einem Monat Unterricht im Homeoffice beginnt am Donnerstag (23. April) für die 204 Abschlussschüler der drei weiterführenden Sendener Schulen wieder der (fast) normale Unterricht. Der Coronaschutz soll unter anderem durch auseinander gerückte Tische, separate Gebäudeeingänge für die einzelnen Lerngruppen, Desinfektionsmittelspender und die Empfehlung Schutzmasken zu tragen, gewährleistet werden.

Siegmar Syffus

Lehrer A Foto: Siegmar Syffus

Seit über einem Monat läuft der Schulunterricht aufgrund der Corona-Pandemie nur noch hinter den Kulissen – alleine und im Homeoffice. Doch ab Donnerstag (23. April) kehrt das Leben zumindest teilweise in die Gebäude der drei weiterführenden Sendener Schulen zurück. Unter Beachtung der vorgeschriebenen Hygiene- und Corona-Schutzmaßnahmen dürfen insgesamt 204 Jugendliche der Abschlussklassen wieder die Schulbank drücken. Das sind 44 Hauptschüler, 73 Realschüler sowie 87 Gymnasiasten (Q2). Ob tatsächlich alle 87 Gymnasiasten kommen ist nicht klar, da die Teilnahme an den Prüfungsvorbereitungen bei ihnen freiwillig ist. An den anderen beiden Schulen besteht für die Zehntklässler Schulpflicht.

Nach Auskunft der Gemeinde Senden, ist die Schulbusbeförderung so geregelt, dass die Jugendlichen „nicht zu eng sitzen“: 18 Schülerinnen und Schüler aus Bösensell sind in einem Bus, 45 aus Ottmarsbocholt werden auf zwei Busse verteilt. Zum Schutz mitreisender Personen wird den Fahrschülern das Tragen einer „Mund-Nase-Bedeckung“ empfohlen. Ferner sei darüber nachzudenken, so die Gemeinde weiter, „ob der Schulweg auch mit dem Fahrrad zurückgelegt werden kann“.

Am längsten geschlossen ist die Geschwister-Scholl-Realschule. Da am 5. März ein Schüler positiv auf eine Corona-Infektion getestet wurde, fiel schon am nächsten Tag komplette „Vor-Ort-Unterricht“ aus. Seither bereiten sich die Zehntklässler zu Haus auf ihre Prüfungsklausuren vor. „Die Kinder haben diesen Unterricht toll angenommen und waren zum großen Teil sehr engagiert“, resümiert Ulrike Machers. Zum Neustart im Schulgebäude werden die Lerngruppen halbiert, damit die geltenden Abstandsregelungen gewährleistet werden können. Konkret bedeutet das, dass nicht – wie eigentlich üblich – 26 Jugendliche in einer Klasse unterrichtet werden, sondern jeweils 13 in zwei Klassenräumen. Die Tische sind auseinandergerückt und per Namensschild jeweils einem ganz bestimmten Schüler zugewiesen worden, berichtet die Rektorin. Auf dem Pausenhof sei für jede der sechs Lerngruppen jeweils ein Bereich festgelegt und abgegrenzt worden. Eine Maskenpflicht besteht in der Realschule aktuell nicht „Wer möchte, darf mit Maske kommen. Wer keine hat und ein möchte, kann bei uns in der Schule eine bekommen. Wir konnten kurzfristig 100 Masken organisieren. Für alle gilt: Abstand halten und Hände waschen“, führt Machers aus.

Auch in der Edith-Stein-Schule und im Joseph-Haydn-Gymnasium besteht für die Abschlussschüler derzeit keine Maskenpflicht. Beide Schulen empfehlen allerdings das Tragen eine Mund-Nasen-Schutzes und schaffen – ebenso wie die Geschwister-Scholl-Schule – Möglichkeiten zur Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygieneregelungen. Zu diesen Vorsichtsmaßnahmen gehören auch vorgeschriebene, separate Eingänge für die einzelnen Lerngruppen/Klassen/Kurse.

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