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Münsterland-Netzwerk „Schule macht stark“ zieht Zwischenbilanz

Lob für individuelle Förderung

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Von guten Beispielen für Unterrichtskonzepte lernen – das ist ein wichtiges Ziel beim Austausch im Netzwerk „Schule macht stark“. Die Leitungen von sieben Grundschulen aus dem Münsterland zogen in der Sendener Marienschule eine Zwischenbilanz des bundesweiten Projektes, das die Bildungschancen für alle Kinder verbessern will – auch für die, die Zuhause weniger Unterstützung erhalten.

Von Thomas Fromme

Am Mathe-Rad (r.) drehen können Viertklässler der Marienschule und mit Magneten ihre Erfolge markieren. Schulleiterin Annette Stähler (l.) und ihre Vertreterin Christin Bröckelmann (3.v.l.) erklärten das Kolleginnen Britta Sawicki (2.v.l., Verbund Paul-Gerhardt- und von-Galen-Schule Dülmen) und Elke Walter (r., Mammutschule Ahlen) sowie Dr. Susanne Farwick (4.v.l., Universität Duisburg-Essen). Foto: Thomas Fromme

Schon beim anfänglichen Rundgang durch die Marienschule hatte die Besuchergruppe einen guten Eindruck. „Ein gepflegtes Gebäude“, fand Elke Walter, Rektorin der Mammutschule in Ahlen. Zusammen mit weiteren Leitungen von Grundschulen im Münsterland nahm sie an einem Netzwerktreffen des Projekts „Schule macht stark“ – kurz „SchuMas“ – teil. Das Ziel: Die Bildungschancen für alle Kinder verbessern – auch für die, die Zuhause weniger Unterstützung erhalten.

Kinder drehen am Mathe-Rad

Der gute erste Eindruck bestätigte sich. In den Klassenräumen war sichtbar, was in der Marienschule im Mittelpunkt steht. „Unser Arbeitsschwerpunkt ist die individuelle Förderung der Kinder. Dabei wollen wir möglichst allen gerecht werden“, erklärte Schulleiterin Annette Stähler. Was damit gemeint ist, konnten die Besucherinnen und Besucher zum Beispiel im Mathe-Unterricht sehen: An ganz unterschiedlichen Aufgaben arbeiteten die Viertklässler – konzentriert und leise. Ihre Fortschritte markierten sie anschließend mit Magneten an einem großen Rad an der Wand. Dabei wurde deutlich, dass jedes Kind in seinem Tempo vorankommt.

Nach einem Jahr zogen die Leitungen der sieben „SchuMas“-Grundschulen aus dem Münsterland eine Zwischenbilanz In der Marienschule sprachen sie über Ergebnisse und weitere Ziele wie Kooperationen mit außerschulischen Akteuren vor Ort – wie etwa Vereinen. Die Erziehungswissenschaftlerin Dr. Susanne Farwick von der Uni Duisburg-Essen, die das Projekt im Münsterland wissenschaftlich begleitet, moderierte die Runde.

Austausch im Netzwerk mit vergleichbaren Schulen ist wertvoll

Zum Auftakt stand im Herbst eine Bestandsaufnahme auf dem Programm. Diese wurde im Frühjahr ausgewertet. Die Marienschule wurde unter anderem für die an den individuellen Bedürfnissen der Kinder ausgerichtete Unterrichtsentwicklung und für die hohe Motivation der Kinder gelobt.

Dem regionalen Netzwerk gehören neben der Marienschule Grundschulen aus Ahlen, Dülmen, Lengerich, Münster-Angelmodde und -Kinderhaus sowie Rheine an. Fortbildungen der Lehrkräfte in den Fächern Mathe und Deutsch, die ein Schwerpunkt sind, gehören zum „SchuMas“-Angebot. Aus NRW wurden 42 und bundesweit 200 Schulen unter deutlich mehr Bewerbern ausgewählt. Die Schulen eint, dass sie von überdurchschnittlich vielen Kindern mit vergleichsweise schlechteren Bildungschancen besucht werden. So haben etwa 40 Prozent der Jungen und Mächen an der Marienschule einen Migrationshintergrund.

„Der Austausch im Netzwerk mit vergleichbaren Schulen ist für uns wertvoll“, betonte Annette Stähler, die aber auch den engen Kontakt mit den anderen Schulen in Senden sowie die Unterstützung der Gemeinde als Schulträger positiv herausstreicht.

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