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Ideen für Huxburgweg und Route nach Münster

Mehr Sicherheit auf Schleichweg

Senden

Durch die Huxburg nach Münster – dieser Schleichweg ist beliebt. Und zwar bei Radlern und Autofahrern, die sich künftig weniger ins Gehege kommen sollen.

Von Dietrich Harhues

Die Huxburg ist beliebt als Schleichstrecke von und nach Münster. Bürgermeister Sebastian Täger (kleines Bild, l.) und Fachbereichsleiter Holger Bothur verschafften sich vor Ort einen Eindruck und sprachen auch mit Radfahrern. Foto: di/Gemeinde Senden

Gemeckert wird schon seit Langem. Und der Frust ist nachvollziehbar, weil es bei beinahe jeder Fahrt über den fast schnurgeraden Asphalt es zu unangenehmen bis heiklen Situationen kommt. Denn sowohl bei Autofahrern, die über die Schleichstrecke von und nach Münster sausen, als auch bei Radlern ist die Verbindung beliebt, die gemeinhin Huxburg genannt wird. Ganz offiziell ergeben Huxburgweg, Feuerstiege und Alte Viehstraße die flotte Verbindung beispielsweise zum Job im Oberzentrum. Neben das Meckern gesellt sich aber auch die Arbeit an Lösungen.

Und dabei bringen sich viele Nutzer der „Huxburg“, Radler, Autopendler und Landwirt, ein. Denn wie die Gemeinde Senden jetzt mitteilt, nahmen 548 Personen an einer Online-Befragung teil, zu der die Verwaltung im Frühjahr aufgerufen hatte. „Über die große Resonanz haben wir uns gefreut“, betont Niklas Esser als ein Sprecher der Gemeinde.

Über die Website des Ingenieurbüros „büro – stadt – Verkehr“ konnten Ideen, Kommentare und Anregungen direkt online eingegeben werden. Schon beim Hinterlassen einer Anmerkung war erkennbar, welche Hinweise andere Besucher gegeben hatten.

Kritik an schnellen Autos, die überholen

Nun sollen Experten das Brainstorming auf seine praktische Umsetzbarkeit hin prüfen. Die Erkenntnisse dürften sich aber weitgehend damit decken, was Anrainer (die auch schon Vorschläge, teils sogar konkrete Pläne erstellt und eingereicht haben) und die Kommunalpolitik bereits zu Protokoll gegeben hatten.

Die Online-Anmerkungen mussten sieben Kategorien zugeordnet werden: Von „Sicherheit“, „Netzlücke“, „Fahrradstraße“, über „Wegweisung“, „Querungsmöglichkeit“ und „Beleuchtung“ bis hin zur offenen Kategorie „Sonstiges“. Am meisten auf den Nägeln brennt offenbar das Thema Sicherheit, wozu 28 Anmerkungen unterbreitet wurden. Das hohe Tempo, die enge Straßenführung und das häufige Überholen durch schnell fahrende Autos wurden angeprangert.

„Ich habe auf der Strecke immer ein flaues Gefühl“, fasst ein regelmäßiger Huxburg-Radler seine unterschwellige Angst zusammen, von einem Raser auf vier Rädern erfasst zu werden.

Optionen auf dem Prüfstand

Wie Abhilfe geschaffen werden könnte, dazu wurden auch Hinweise gegeben: Es wurden Durchgangs-Beschränkungen und Geschwindigkeitsbegrenzungen gefordert oder auch bauliche Maßnahmen – beispielsweise durch einen zusätzlichen Radweg. Mehrfach wurde Vorrang für den Radverkehr angemahnt, den eine Fahrradstraße mit sich bräuchte, ohne dass Autofahrer ganz ausgesperrt würden. Ein entsprechender Antrag der Grünen befindet sich in der Prüfphase, zu der die Online-Umfrage gehört. Und die Straßenverkehrsbehörde des Kreises wäre bei dieser Entscheidung ebenfalls mit einzubeziehen. Einige Teilnehmer der Online-Erhebung äußerten den Wunsch, dass alle Verkehrsteilnehmer rücksichtsvoll verhalten sollten, lautet die Auswertung der Gemeinde.

Sie bekam auch Hinweise dazu, wie die bereits geplante Veloroute von Münster über Albachten nach Senden besser angebunden werden könnte. Eine neuralgische Stelle markiert in diesem Zusammenhang das Überwinden der B 235 von der beziehungsweise zur K 60 (die an Haus Ruhr vorbei Richtung Albachten führt). Eine Querungshilfe und Beleuchtung sollen hier die Sicherheit erhöhen, so die Anregung.

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