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Neue hauptamtliche Koordinatorin beim Hospizkreis Senden

Menschen in schweren Stunden beistehen

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Der Hospizkreis Senden hat eine neue hauptamtliche Koordinatorin. Ehrenamtliche Helfer des Hospizkreises begleiten Sterbende und ihre Angehörige.

Karola D‘Amico (v.l.) hat ihr Amt als hauptamtliche Koordinatorin des Hospizkreises Senden in die Hände von Mechthild Kock-Eilers gelegt, der Irmgard Volle als Stellvertreterin zur Seite steht Foto: Hospizkreis Senden

Die hauptamtliche Koordinatorin beim Hospizkreis Senden heißt jetzt Mechthild Kock-Eilers. Ihre Vorgängerin Karola D’Amico ist in den Ruhestand getreten. Unterstützt wird Mechthild Kock-Eilers von ihrer neu eingestellten Stellvertreterin Irmgard Volle.

Karola D’Amico ist dem Hospizkreis Senden seit dessen Gründung im September 1999 verbunden. Sie koordinierte nicht nur die Sterbebegleitung. Als gelernte Krankenschwester sah sie auch die Notwendigkeit, den Umgang mit Sterbenden zu ändern und würdiger zu gestalten. Ihr war es ein Anliegen, Angehörigen Mut zu machen, den Sterbenden zu begleiten und für ihn da zu sein. Denn dem Sterben könne niemand ausweichen, betont sie in einer Pressemitteilung.

Auf Wunsch des damaligen Vorstandes kümmerte sich Karola D’Amico um den Aufbau einer unterstützenden Trauerbegleitung, die dafür sorgen sollte, dass die Angehörigen mit ihrer Trauer nicht allein blieben. Ihre Ausbildung zur Trauerbegleiterin und auch ihre persönliche Betroffenheit halfen ihr bei ihrem Vorhaben, den Menschen zu zeigen, dass auch nach einem Zusammenbruch ein gutes Leben möglich ist. „Bis heute ist es mein Motor, Menschen aus einem aussichtslos scheinenden Tief herauszuhelfen“, sagt Karola D’Amico. Wie wichtig ihr diese Arbeit ist, zeigt sich darin, dass sie weiterhin Trauernde, die um Unterstützung bitten, begleiten wird. „Die Arbeit im Hospizkreis kann man nicht tun, ohne die Menschen zu lieben und sie in ihrem Anderssein zu respektieren.“

Aufmerksamkeit gilt auch der häuslichen Begleitung

Daran schließt auch Mechthild Kock-Eilers an: „In der Koordination tätig zu sein, bietet ein interessantes und abwechslungsreiches Arbeitsfeld. Es ist eine Arbeit mit Menschen, die mir Freude macht.“ Den ehrenamtlichen Einsatz des ambulanten Hospizdienstes hat sie im Zuge ihrer Tätigkeit als Altenpflegerin kennen und schätzen gelernt. Als Koordinatorin ist es ihr ein Anliegen, die Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen zu festigen und auszubauen. Sie möchte dazu beitragen, dass dem Thema „Tod, Sterben und Trauer“ mehr Raum in der Öffentlichkeit gegeben wird. Nicht nur die gute Zusammenarbeit mit den beiden Altenheimen in Senden steht für Mechthild Kock-Eilers im Fokus. Ihre Aufmerksamkeit gilt auch der häuslichen Begleitung, wo die Zugehörigen den Menschen in der Sterbephase sehen und bei ihm sind. Gerade hierbei könne der Hospizkreis unterstützend und beratend zur Seite stehen, so die Koordinatorin. Die gute Zusammenarbeit mit allen an dieser Arbeit beteiligten Menschen und Institutionen soll unter ihrer Leitung fortgeführt werden. „Ich freue mich und bin dankbar, diese Aufgabe mit meiner neuen Kollegin übernehmen zu dürfen“, betont Mechthild Kock-Eilers.

Ihre Stellvertreterin Irmgard Volle verfügt über langjährige Berufserfahrung im Pflegebereich und hat Weiterbildungsmaßnahmen zur Koordinatorin begonnen. Dem Thema „Tod und Sterben“ gilt schon länger ihr Interesse – auch durch persönliche Erfahrungen. „Ich möchte gerne Menschen und ihre Zugehörigen in dieser Lebensphase begleiten, sofern dies erwünscht ist“, sagt sie. Neben den Vorstandsmitgliedern möchte sie insbesondere den Ehrenamtlichen eine kompetente Ansprechpartnerin sein, heißt es abschließend.

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