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Hundeschule ist mit Hilfsgütern in die Ukraine gestartet

Menschen und Tiere im Blick

Bösensell

Ein besonderer Transport hat sich aus Bösensell in Richtung Lwiw in der Westukraine auf den Weg gemacht. Hilfsgüter für Menschen und Tiere werden Richtung Osten gefahren – und auf dem Rückweg Hunde in Sicherheit gebracht.

Von Thomas Fromme

Zwei große Lkw und zwei weitere Fahrzeuge Foto: Bodenbender

Eine weitere Initiative hat von Bösensell aus Hilfe für die Ukraine organisiert. Dabei haben die Organisatoren neben den Menschen auch die Hunde im Blick, die ebenfalls unter den russischen Angriffen leiden. Florian Symanzig und Pia Bodenbender von der „Komm! Hundeschule“ haben zusammen mit einer befreundeten Tierarztpraxis einen Hilfstransport organisiert. Die beiden haben sich am Donnerstagmorgen auf den Weg nach Osten gemacht – mit einem Wohnmobil sowie einem Sprinter mit Anhängern fuhren sie nach Lwiw (Lemberg) in der Westukraine. Zwei große, voll mit Hilfsgütern beladene Lkw fuhren ebenfalls dorthin – am Steuer saßen ukrainische Fahrer.

Über das Netzwerk der Hundeschule in den sozialen Medien sind fast 40 Tonnen Hilfsgüter für Menschen und Tiere gesammelt worden: Medikamente, Verbandsmaterial, sogar ein Beatmungsgerät und andere medizinische Hilfsgüter, Hygieneartikel, Tierfutter und weitere Tierartikel wie Transportboxen, erklärt Geschäftsführer Symanzig.

„Wir mussten nichts aussortieren – es wurden nur gute Sachen gespendet. Wir danken unseren Kunden und Freunden für die riesige Hilfsbereitschaft“, sagt Pia Bodenbender. Fast 20 Helferinnen und Helfer waren mehrere Tage damit beschäftigt, die Spenden zu sortieren und in Kartons zu verpacken, um diese dann schließlich zu verladen.

„Ursprünglich wollten wir nur Tierfutter in die Ukraine bringen“, sagt Pia Bodenbender. Im Austausch mit ukrainischen Tierschutzorganisationen habe sich dann schnell die Idee ergeben, Hunde in Sicherheit zu bringen. Auf der Flucht zurückgelassene Tiere und andere Hunde aus einem Tierheim in der Nähe von Kiew nimmt das Team der Hundeschule auf dem Rückweg mit nach Hause. „Voraussichtlich 20 Hunde werden wir am Treffpunkt in Lwiw entgegennehmen. Sie haben den nötigen Impfnachweis und dürfen in die EU eingeführt werden“, so Pia Bodenbender. Das Kreisveterinäramt sei informiert. Die Tiere will die Hundeschule im Münsterland an neue Halter vermitteln.

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