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Lockerungen im Vereinssport

Modellregion: Senden startet eine Woche später

Senden

Die Gemeinde Senden beteiligt sich am kreisweiten Modellregion-Projekt. Geht aber, soweit es die Inzidenz erlaubt, erst am 10. Mai mit Lockerungen beim Vereinssport an den Start.

Dietrich Harhues

Umfunktionierter Clubraum des VfL Senden: Dr. Christina Niebuhr führt bei der fünfjährigen Felicitas einen Corona-Test durch. Unterstützt wird sie in der zweiten Kabine von Medizinstudentin Aileen Fuchs. Das „Schnelltestzentrum Sportpark Senden“ hat seine Öffnungszeiten noch ausgeweitet. Foto:

Ein Frühstart könnte ein Fehlstart werden. Genau diesen will die Gemeinde Senden aber vermeiden. Sie beteiligt sich nach aktuellem Stand an den punktuellen Lockerungen in der Modellregion, mit denen der Kreis Coesfeld am Montag (3. Mai) beginnt. Die Stevergemeinde wartet aber mit der praktischen Umsetzung noch eine Woche ab, bis auf dem Gebiet des Vereinssports Corona-bedingte Restriktionen ein Stück weit gelöst werden. Denn: „Die Entwicklungs der Inzidenz ist sehr fragil“, betont Bürgermeister Sebastian Täger gegenüber der WN-Lokalredaktion.

„Wir gehen da vorsichtig ran“, bringt er die Devise der Gemeinde Senden auf den Punkt. Diese Haltung sei auch am Donnerstag Tenor der virtuell abgehaltenen Bürgermeisterkonferenz der Kommunen im Kreis gewesen, ergänzt Täger.

Inzidenz-Entwicklung genau im Blick

Er weist darauf hin, dass zum Zeitpunkt der Bewerbung als eine NRW-Modellregion die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis bei um die 50 und in Senden eher noch darunter gelegen habe. Inzwischen schrammte der Kreis am Mittwoch mit 99,3 schon knapp an die Grenze, an der die Bundesnotbremse greift; am Freitag sank die Inzidenz wieder auf 84,8. Doch auch die Zahlen für Senden machen es erforderlich, die Virus-Entwicklung genau zu verfolgen. Am Donnerstag habe der Wert für die Kommune bei 127 gelegen, berichtet Täger.

Das Rathaus will vermeiden, dass Lockerungen eingeführt und gleich wieder einkassiert werden. Dieser Tenor habe am Donnerstagabend bei einem Treffen von Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung mit Vertretern von VfL Senden, ASV Senden und ASV Senden Tennis vorgeherrscht, bestätigt Markus Kleymann vom Ressort Kultur und Sport.

Test und Nachverfolgbarkeit als Voraussetzung

Geplant ist jetzt, den Sportpark Senden montags bis freitags von 18 bis 22 Uhr für Vereinssportler in den Disziplinen Fußball, Beachvolleyball, Leichtathletik und Tennis zu öffnen. Auch für Gruppen und mit Trainern. Voraussetzung ist, dass ein negativer Corona-Test (nicht älter als 24 Stunden) vorliegt und die Möglichkeit der digitalen Nachverfolgbarkeit gegeben ist. Die engmaschige Test-Infrastruktur und digitale Apps erleichtern das praktische Verfahren, so der Bürgermeister. Das Modellprojekt Sport (andere Bereiche wie Außengastronomie sind noch ausgeklammert) startet nur, wenn die Inzidenz unter 100 bleibt.

Auf dem Feld der Kultur sind für Ende Mai erste Kabarett-Veranstaltungen auf der Wiese des „Cabrio“-Bades angepeilt.

Bisherige Regelungen beispielsweise für Jugendfußballer bleiben bestehen: Demnach können die bis einschließlich 14-Jährigen als Gruppe bis zu 20 Personen plus Betreuer auf dem Sportplatz kicken – ohne einen Test. Die Trainingszeiten sollen angepasst werden. Die älteren Kollegen müssen aber einen Test und die Registrierung nachweisen – dürfen aber wieder gemeinsam Fußball spielen.

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