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Sherlock in der Steverhalle

MultimedialesKrimi-Erlebnis

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Ein spannendes, multimedial inszeniertes Sherlock-Holmes-Hörspiel erlebten rund 100 Gäste am Freitag in der Steverhalle. Christoph Tiemann ließ mit seinem Theater ex libris den Meisterdetektiv lebendig agieren und entführte ins viktorianische London.

Die Texte der Sprecher wurden von projizierten Fotos, Musik und Geräuschen begleitet, so dass sich das „Hörspiel“ zu ein mu Foto: Andreas Krüskemper

Gleich drei Mal wurde der Auftritt des Theaters ex libris verschoben: Zwei Mal zeitlich wegen Corona – am Ende räumlich wegen einer Gewitterwarnung. Da am Freitagmorgen die Aussichten für den Abend nicht sehr hoffnungsvoll stimmten, entschied das Kulturamt, den „Nachholtermin des Nachholtermins“ von Christoph Tiemann und seiner Truppe vom Cabrio-Außenbereich zu verlegen. So wurde das Sherlock-Holmes-Hörspiel in der Steverhalle präsentiert

Dadurch kamen die gut 100 Gäste der Veranstaltung in den Genuss einer doppelten Premiere: Zum einen war es für das Theater der erste Auftritt vor Publikum seit über einem Jahr, zum anderen die erste Kulturveranstaltung, die in der renovierten Steverhalle stattfand.

Im Vorfeld des Live-Hörspiels erfuhren die Zuschauer interessante Details über Sherlock Holmes. Beispielsweise, dass er die berühmte Deerhunter-Mütze ursprünglich nur bei Fahrten aufs Land trug. In der Stadt war der im viktorianischen London übliche Zylinder die Kopfbedeckung der Wahl. Die Ursache für den Wandel lag in den ersten Bühnen- und Filmaufführungen begründet: Wegen noch schlechter Aufnahmequalität musste die Hauptperson schnell und eindeutig zu identifizieren sein.

Nach einer kurzen Einführung aus dem ersten Holmes-Roman „Eine Studie in Scharlachrot“ wurde berichtet, wie Holmes und Watson sich kennenlernten und wie es zu der berühmten WG in der Bakerstreet 221b kam. Dies geschah in zwei Kurzgeschichten von Arthur Conan Doyle – in einer Inszenierung, die sich möglichst nah am Original hielt. Anschließend präsentierten die Spreche die Kriminalgeschichten „Das gefleckte Band“ und „Der Mann mit der entstellten Lippe“. Unterstützt durch passende Musik und entsprechende Geräusch-Untermalung sowie die Einblendung von Fotos auf einer Leinwand entstand aus dem „Hörspiel“ ein fesselndes, multimediales Erlebnis. Das Publikum war von der rund zweistündigen Darbietung begeistert.

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