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Konzert in St. Laurentius:

Musikgenuss der Extraklasse

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Ein außergewöhnlich stimmungsvolles Musikerlebnis bescherte das Jugendorchester Havixbeck seinen Zuhörern am Sonntagnachmittag in der Sendener Pfarrkirche St. Laurentius.

Dieter Klein

Das Jugendorchester Havixbeck unter der Leitung von Rainer Becker bescherte den Konzertbesuchern in St. Laurentius ein Musikerlebnis der Extraklasse. Foto: Dieter Klein

Wer vor dem feiertagsüblichen TV-Wiederholungstrott ermüdet am Sonntag die Pfarrkirche St. Laurentius angesteuert hatte, war bestens beraten gewesen. Denn dort konnte er – gewissermaßen in einer kulturellen Erholungspause zwischen den Jahren – einem Konzert der Extraklasse lauschen. Geboten vom vielfach hochdekorierten „Besten deutschen Jugendorchester“ aus Havixbeck“ mit seinem Leiter und Dirigenten Rainer Becker.

Dieser hatte zwei weitere, großartige Künstler aus seinem Bekannten- und Freundeskreis mitgebracht: die Sopranistin Heike Hallaschka und den Trompeter Gerd Radeke. Und weil mit Marita Schärich an der Orgel zusätzliche kirchenmusikalische Hochgenüsse zu erwarten waren, freute sich auch Pfarrer Klemens Schneider über die dicht besetzten Reihen in seiner Kirche an diesem Spätnachmittag. Sein Wunsch, schon zum ersten Konzertbeitrag „Wie schön leuchtet der Morgenstern“: „Möge dessen Licht, möge die Musik und der Gesang auch die Herzen der Menschen aufleuchten lassen“, erfüllte sich bald. Denn mit jedem weiteren Beitrag aus den Reihen der Künstler füllten sich die Mienen der Kirchenbesucher mit sichtlich wachsender Begeisterung.

So schon bei Florian Westphals Saxofon-Solo im „Concerto for Alto Saxophone and Band“. Und manchem schien es förmlich in den Fingern zu jucken, immer wieder applaudieren zu wollen. Doch da dies eingangs abgemahnt worden war, glich der Beifall am Ende des Konzerts wahren Ovationen.

Der Jugendhaftigkeit und Moderne des großen Orchesters angepasst, kamen auch deren Arrangements entsprechend hell und schwingend rüber. Ja, selbst die barocken Blöcke mit Händels „Let the bright Seraphin“, in der Bearbeitung von R. Harvey, wie auch „Ode for the Birthday of Queen Anne“ brillierten in jugendhafter Leichtigkeit. Denn in letztere Komposition hatte Rainer Becker gemeinsam mit Gerd Radeke aufregend frische Elemente mit hinein gebracht. Und da der Havixbecker Star-Trompeter der glasklaren Sopranstimme von Heike Hallaschka die Stimmleiter hielt, schien der Zenit des Konzerts erreicht. Doch mitnichten: Das Finale, mit Philip Sparkes „Hymn oft the Highlands“ – bei dem die Trompetentöne zeitweise wie Lerchentriller über dem Orchester schwebten – war der krönende Anschluss eines überaus gelungenen Konzertgenusses am letzten Sonntag des Jahres.

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