1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Senden
  6. >
  7. Narren lassen sich nicht unterkriegen

  8. >

OKZ bringt Geist des Ottmarsbocholter Karnevals in die Häuser

Narren lassen sich nicht unterkriegen

Ottmarsbocholt

Coronabedingt musste der für Sonntag (7. Februar) vorgesehene, alljährliche große Karnevalsumzug durch Ottmarsbocholt abgesagt werden. Und auch sonst ist das Feiern in größere Runde nicht möglich. Als Trostpflaster bringt die Redaktion der Ottmarsbocholter Karnevalszeitung auch in dieser Session eine Ausgabe heraus, die närrischen Frohsinn in die Häuser bringt.

Siegmar Syffus

Ganz im Zeichen des Jallermanns, der Symbolfigur des Ottmarsbocholter, steht auch die „Corona-Trotz-Ausgabe“ der OKZ. Heike und Gisbert Unewisse vom achtköpfigen Redaktionsteam freuen sich, dass 48 Seiten gestaltet werden konnten. Foto: Siegmar Syffus

Geschichten aus dem wahren Leben – wie für den Karneval gemacht. Die ereigneten sich auch im Corona-Jahr 2020: So wurde ein ehemaliger Gastronom nach dem Fußballgucken bei seinem Sohn vom Sprössling fürs Bierchen zur Kasse gebeten. Einem anderen Ottmarsbocholter ging auf dem stillen Örtchen ein Langzeit-EKG-Gerät auf „Tauchstation“.

Diese beiden und so manch andere ungewöhnlichen Begebenheiten aus dem Dorfleben hat das Team der Ottmarsbocholter Karnevalszeitung (OKZ) aufgeschnappt und mit einer gehörigen Portion Schalk im Nacken zu einer amüsanten und lesenswerten „Corona-Trotz-Ausgabe“ zusammengefasst. „Wir Narren lassen uns nicht unterkriegen. Wir werden den Virus schon besiegen“, lautet das Motto, der druckfrisch vorliegenden OKZ, die am Samstag (6. Februar) in den sieben Karnevalsecken von aktiven Jecken kontaktfrei und somit coronakonform ausgeliefert wird. Denn am Sonntag (7. Februar) würde ab 14.11 Uhr eigentlich der große Karnevalsumzug durch Otti-Botti rollen. Über diesen coronabedingten Verlust soll die OKZ hinwegtrösten, indem sie ein wenig Karneval in die Häuser bringt.

OKZ-Redakteur Gisbert Unewisse

„Weil viele Veranstaltungen ausgefallen sind und auch private Treffen nur sehr begrenzt stattfinden konnten, sind uns erheblich weniger Geschichten aus dem Dorf zugetragen worden als sonst. Trotzdem bewegt sich der Umfang der neuen Ausgabe mit 48 Seiten im gewohnten Rahmen. Wir mussten uns dieses Mal mehr Lustiges selbst aus den Rippen schrauben“, berichtet Redaktionsmitglied Gisbert Unewisse und nennt sogleich ein Beispiel: Da es in dieser Session kein Prinzenpaar in Otti-Botti gibt, haben die OKZ-Macher ihrer Fantasie freien Lauf gelassen und ein fiktives Interview mit dem erfundenen „Prinz Covid 19. und seinem Funkenmariechen Corona, die Allerletzte“ einfallen lassen.

Neben Heike und Gisbert Unewisse besteht das OKZ-Team aus Manfred Tippkötter, Sarah Werth, Björn Hülsbusch, Dominik Bickeböller, Sandra Rottmann und Guido Volle. „Wegen Corona konnten keine Redaktionssitzungen stattfinden. Vieles musste über whatsapp laufen. Das hat unsere Arbeit und den Überblick erschwert. Leider sind uns auch einzelne Anregungen, die wir erhalten haben, verloren gegangen“, bedauert Gisbert Unewisse.

Großes Lob ernten die acht ehrenamtlichen Zeitungsmacher von Janis Lordieck, Vorsitzender der Karnevalsgesellen Otti-Botti: „Ich finde es super und richtig klasse, dass die Redaktion trotz der widrigen Bedingungen auch in dieser Session wieder eine OKZ herausgebracht hat. Das spiegelt die Leidenschaft und den Geist des Ottmarsbocholter Karnevals wider.“

Bis Samstag werden insgesamt 625 vorbestellte Karnevalstüten befüllt, die neben der OKZ unter anderem Konfetti, einen flüssigen Jallermann, Luftballone und Süßigkeiten enthalten.

Startseite
ANZEIGE