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Dirk Frerichmann legt neuen Heimat-Kalender vor

Natur liefert die besten Motive

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Nicht immer hat er das passende Equipment dabei, doch immer hält Dirk Frerichmann seine Augen offen für Motive seines Heimat-Kalenders, den er abermals aufgelegt hat. Manches Motiv verlangte vollen Einsatz.

Ein Foto wie ein Gemälde: Landschaftsfotograf Dirk Frerichmann hat für den Kalender 2023 den Himmel über dem Kanal in der Venne eingefangen. Foto: Dirk Frerichmann

Technik und Timing müssen zusammenkommen, damit aus einem Schnappschuss ein Kunstwerk wird, das sich in die Vorauswahl für einen Kalender qualifiziert. Für Dirk Frerichmann, Fotograf und freiberuflicher Designer, gehört dieses Projekt seit Langem dazu. Sein neuestes Produkt, das die Sendener durchs kommende Jahr begleiten kann, liegt jetzt druckfrisch vor.

Dirk Frerichmann stellt seinen neuen Kalender vor. Foto: Dietrich Harhues

Das Thema Timing gilt erst recht, wenn der Lichtbildner, der sich selbst in erster Linie als Landschaftsfotograf betrachtet, sich zum Tierfotografen wandelt. Eines der schönsten Motive, das Blatt für den Juli, hat der Sendener erst im zweiten Anlauf auf den Chip seiner Vollformat-Digitalkamera gebannt. Die beiden Rehkitze waren ihm bei einer Radtour aufgefallen – doch eine Kamera hatte der 45-Jährige nicht dabei. Flugs mit dem Velo nach Hause und die Nikon geschultert, lautete die Devise. Da es wie aus Kübeln pladderte – was selten war im Dürre-Juli – musste er sein T-Shirt ausziehen, um damit das Equipment zu schützen. Der blanke Oberkörper auf dem abgeernteten Getreidefeld im Wierling verschreckte die Kitze zum Glück nicht, der „Schuss“ saß. Das Gestalten mit einer geringen Schärfentiefe gelang quasi automatisch, da Frerichmann ein Tele-Zoom (200 bis 500 mm) aufs Bajonett geschraubt hatte.

Eines der schönsten Bilder im Kalender für 2023 von Dirk Frerichmann: zwei Rehkitze auf einem gemähten Getreidefeld. Foto: Dirk Frerichmann

Die Weite der Landschaft einzufangen, wenn sich am Himmel ein spektakuläres Schauspiel abspielt, das gehört zu den fotografischen Aufgaben, die der Sendener seit Langem beherrscht. Dass der Kanal in der Venne die „Lightshow“ noch reflektiert, verstärkt den Effekt fürs Kalenderblatt.

Flora und Fauna – aber auch Bauwerke

Der Gestalter, der auch einen Magister in Germanistik erlangt hat, fügte dem Kalender neben Flora und Fauna auch Bauwerke wie das Alte Zollhaus, Schloss Senden oder den Ortskern aus der Vogelperspektive hinzu. Den Jahreslauf abzubilden: „Das ist eine Herausforderung.“

Ob es beim Foto-Kalender als Konstante im Produktionszyklus des Freiberuflers bleibt, lässt dieser offen. Er kann sich auch vorstellen, auf Zeichnungen oder Malerei mit Senden-Motiven umzusteigen.

Der Kalender kostet 21 Euro und ist bei Bücher Schwalbe, bei Tabak/Lotto Balster und bei Dirk Frerichmann im Studio an der Bulderner Straße 9 erhältlich.

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