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Kulinarisches, Kunst und Musik am Schloss Senden

Naturerlebnis mit vielen Extras

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Der Bogen beim Tag der Gärten und Parks war weit gespannt – vom Naturgenuss über Kunst bis zu Live-Musik. Der Verein Schloss Senden freute sich, dass das vielfältige Programm auf ein reges Echo traf.

Von Andreas Krüskemper

Das Konzert der Band „The Dorf“ zählte zu den Highlights des Tags der Gärten und Parks am Schloss Senden. Foto: Andreas Krüskemper

Das Wetter war traumhaft am Wochenende und passend dazu traten am Freitag die neuen Corona-Regeln in Kraft. Beste Voraussetzungen also, um am „Tag der Gärten und Parks“ mit entsprechendem Besucherinteresse zu rechnen. Seit 2016 findet an diesem vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe ausgerichteten Tag rund um das Schloss ein abwechslungsreiches Programm statt.

„Was blüht denn da?“ war das Thema des Rätsels, das das Schloss-Team sich für die Kinder ausgedacht hatte und mit dem die Jüngeren den Schlosspark erkunden konnten. Für die Erwachsenen gab es zwei Führungen durch den Park mit Dr. Franz Waldmann, den Vorsitzenden des Vereins „Schloss Senden e.V“.

Wer den Schlosspark einfach nur so genießen wollte, hatte die Gelegenheit dazu in den zahlreich aufgestellten Liegestühlen. Für zünftiges Kulinarisches konnte man dazu eine Picknickkiste erwerben, die mit allen benötigten Leckereien und Utensilien gefüllt war. Die Gelegenheit dazu nutzten auch Antonius und Milka Althoff aus Olfen, die mit dem Fahrrad nach Senden gekommen waren. Antonius Althoff hat eine besondere Beziehung zum Schloss: In den 1960er Jahren war er als Schüler im damals dort untergebrachten Internat. Den Sonntag wollte er mit seiner Frau nutzen, um an den Ort seiner Kindheit zurückzukehren.

Tag der Gärten und Parks beim Schloss Senden: Picknick auf Liegestühlen am Schloss Senden. Foto: Andreas Krüskemper

Picknickkiste oder künstlerisch wertvolles Bier

Wer für Picknick nicht so zu begeistern war, konnte sich im Innenhof mit Bratwurst oder Kuchen stärken. Im Schloss selbst fand sich mit der Ausstellung des Künstlerduos Jan Philip Scheibe und Swaantje Güntzel ein Brückenschlag von der Natur zur Kultur. Eigentlich war die Schau im Dezember geplant gewesen als Abschluss des Projektes „Preserved // Altland – Neuland“, das auf dem Schlossgelände eine passende Location fand, musste aber wie vieles andere wegen Corona verschoben werden. Dafür gab es ein kulinarisches Er-gebnis des Projektes zu kosten: In Zusammenarbeit mit dem Bierbrauer Ludger Schweer aus Roxel entstand aus der Ernte der letztjährigen Aktion ein Rote-Beete-Bier. „Man denkt, Gemüsebier wäre eine ganz neue Idee“, berichtet Scheibe. „Aber im Grunde stammt sie aus der Zeit vor dem Reinheitsgebot, damals wurde mit vielen unterschiedlichen Gemüsesorten experimentiert.“ Mit dem Reinheitsgebot kommt das Rote-Beete-Bier nicht in Konflikt, da es sich um eine Kunstaktion handelt. „Wir dürfen das Bier nur nicht verkaufen“, so Scheibe. Daher gab es zu jedem verkauften Katalog der beiden Künstler eine Flasche dazu. Wer nur das Getränk wollte, konnte eine Spende geben.

Gemnüsebier flankierte die Kunstaktion des Duos Scheibe und Güntzel am Schloss Senden. Foto: Andreas Krüskemper

Konzert von „The Dorf“ bildet krönenden Abschluss

Krönender Abschluss des Tages war das Konzert von „The Dorf“, eine 25-köpfige Big-Band mit den stilistischen Eckpfeilern Jazz, Improvisation, Punk und Neue Musik. Eine musikalische Darbietung, bei der es manche Zuschauer nicht auf den Plätzen hielt: Die einen, um zu tanzen, die anderen, um zu gehen.

Dr. Martina Fleßner zeigte sich mit der Resonanz insgesamt sehr zufrieden: „Atmosphärisch war es ein wunderbarer Tag“, so die Geschäftsführerin des Vereins Schloss Senden. Unsere Angebote wurden alle sehr gut angenommen.“ Und der Schloss-Verein sendet auch ein Dankeschön aus: „Der Tag der Gärten und Parks ist natürlich nur mit großartiger Unterstützung unserer vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer möglich gewesen.“

Bereits am kommenden Sonntag gibt es erneut Leben im Schloss: Am „Schlösser- und Burgentag“ des Münsterland e.V. verlagert sich der Schwerpunkt dann vom Schlosspark ins Schloss selbst: Unter anderem stehen Baustellenführungen im schiefen Mannenhaus auf dem Programm. Dort sollen die Arbeiten am 17. Juli beginnen.

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