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Absage an öffentliche Toilette und Wasserspender

Nette Toilette und Refill sollen ausgeweitet werden

Senden

Neue öffentliche Toiletten und Trinkwasserspender sind teuer und soll es in Senden vorerst nicht geben. Stattdessen sollen zwei Initiativen vorangetrieben werden, bei denen allerdings Händler und Gastronomen mitspielen müssen.

Die Stele am Kanal könnte schon bald um die Information „<– öffentliche Toilette, 450 Meter“ ergänzt werden. Foto: Joel Hunold

In Senden wird es vorerst weder weitere öffentliche Toiletten noch Trinkwasserspender geben. Die SPD hatte im Gemeindeentwicklungsausschuss die Installation von Trinkwasserspendern angeregt, „da die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels auch in Deutschland ankommen. Andere Länder sind da schon deutlich weiter“, sagte Achim Peltzer (SPD).

Aus Sicht der CDU gibt es eine „große Notwendigkeit für eine öffentliche Behindertentoilette am Kanal“, sagte Gaby Vogdt (CDU) mit Blick auf Beschwerden über Wildpinkler sowie auf viele Radtouristen am Wochenende. Beide Projekte sind allerdings recht teuer, die Parteien stellten ihre Anträge daher zurück. Allerdings: Die Situation für durstige Sendener und Touristen – und jene, die unterwegs sind und zuvor schon zu viel getrunken haben – soll sich trotzdem verbessern.

Alternativen per App und Aufkleber

Als kostengünstige Alternative sei geplant, Händler und Gastronomen für die Teilnahme an den Initiativen Nette Toilette und Refill Deutschland zu gewinnen. Beide ähneln sich.

Bei der Netten Toilette stellen Gastronomen ihre Sanitäranlagen für Passanten zur Verfügung, auch wenn diese keine Gäste sind. Dafür werden sie finanziell durch die Gemeinde unterstützt. Ein Eintrag in einer App sowie ein Aufkleber am Fenster machen auf die Nette Toilette aufmerksam. In Senden machen schon einige Gastronomen mit, laut Wirtschaftsförderer Niklas Esser soll im kommenden Jahr erneut dafür geworben und die Anzahl der Toiletten erhöht werden.

Die Ausschussmitglieder regten an, die Öffnungszeiten der vorhandenen öffentlichen Toiletten, etwa im Rathaus oder in der Hauptschule, auszuweiten. Auch neue Schilder oder Ergänzungen an der Stele am Kanal auf die öffentlichen Toiletten im Ortskern seien eine Option.

Wasserflaschen füllen lassen

Bei der Initiative Refill erklären sich Einzelhändler und Gastronomen bereit, leere Wasserflaschen von Passanten aufzufüllen. Ein Aufkleber und ein App-Eintrag sorgen dafür, dass Durstige gezielt teilnehmende Geschäfte ansteuern können.

Zudem könnte es trotzdem in Zukunft neue Wasserspender geben: Das Teure an denen seien nicht die Spender selbst, sondern das Verlegen von Frischwasser-, Schmutzwasser- und Stromleitungen, so die Verwaltung. Überall dort, wo eh bald gebuddelt wird – etwas im Zuge der Umgestaltung der Biete – lassen sich Wasserspender günstiger einbauen.

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