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Getränkehändler kauft Hotel-Restaurant Niemeyer an der Herrenstraße

Neue Chance für altes Gasthaus

Senden

Das Traditions-Gasthaus Niemeyer an der Herrenstraße soll doch eine gastronomische Zukunft haben. Ein Getränkegroßhändler hat das Hotel-Restaurant im Ortskern gekauft.

Von Thomas Fromme

Im Haus Niemeyer könnte bald wieder der Restaurant- und Hotelbetrieb anlaufen. Ein Getränkegroßhändler hat die Immobilie gekauft. Foto: fro

Neue Wendung in Sachen Traditions-Gasthaus Niemeyer: Dort soll es nun doch gastronomisch weitergehen – anders als zunächst angenommen. Denn die Immobilie wurde von der bisherigen Eigentümergemeinschaft an die Getränkegroßhandlung Dreyer verkauft. „Der Vertrag beim Notar ist unterschrieben“, bestätigte Firmenchef Martin Dreyer. Sein Unternehmen mit etwa 60 Beschäftigten sieht sich als Partner der Gastronomie. Im Mittelpunkt steht die Lieferung der Getränke. Ferner besitzt die Firma selbst Gaststätten in der Region und verpachtet sie.

Noch fehlen Formalitäten wie der Eintrag ins Grundbuch, damit der Eigentümerwechsel an der Herrenstraße perfekt ist. Doch das ist wohl nur eine Frage von wenigen Wochen oder gar Tagen. Die letzten Pächter hatten die Gaststätte Anfang 2020 übernommen. Sie mussten den Betrieb im Oktober 2021 einstellen, weil es mit den Eigentümern keine Einigung über eine weitere Zusammenarbeit gab.

Gut-bürgerliche Speisekarte?

Martin Dreyer hat konkrete Vorstellungen für die Zukunft des Gasthauses: „In Senden fehlt ein Restaurant mit gut-bürgerlicher Speisekarte. Ich suche einen Pächter, der ein gutes Konzept hat.“ Ob darin vorgesehen sei, dass es in der Küche tatsächlich „rustikal-westfälisch“ oder anders zugehe, müsse man natürlich sehen. Die zentrale Lage und die Nähe zur Kanalpromenade seien auf jeden Fall gute Voraussetzungen für einen erfolgreichen Betrieb.

Derzeit macht die Baustelle vor der Tür das Haus fast unerreichbar. Doch ein Ende ist nach Angaben der Gemeinde absehbar. Bis Mai soll die Innenstadtsanierung in diesem Abschnitt der Herrenstraße abgeschlossen sein. Die Aufenthaltsqualität werde sich deutlich verbessern. Ein Fußgängerzonen-Versuch ist geplant, wovon auch die Außengastronomie profitieren dürfte. Die Möglichkeit, draußen zu sitzen, soll es bei Niemeyer weiterhin auch im Biergarten geben.

Größere Umbauarbeiten an dem denkmalgeschützten und mit Schindeln verkleideten alten Haus und dem neueren zweiten Gebäude sind nicht geplant. „Wir werden den Innenbereich etwas aufhübschen und gemütlicher machen“, sagt Dreyer. Zum Gasthaus gehören zehn Hotelzimmer, ein Saal für Feiern sowie ein vom Restaurantbereich getrenntes Gesellschaftszimmer.

Erste Voranfragen von interessierten Pächtern gebe es bereits, aber noch nichts Konkretes, berichtet Martin Dreyer. Vielleicht, so hofft er, klappe es ja schon im April oder Mai mit dem Neustart.

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