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Anlehnbügel für die Drahtesel

Pflaster wird zwei Mal verlegt

Senden

Wieso muss das frischverlegte Fischgrätpflaster schon wieder aufgenommen werden, diese Frage von WN-Lesern gab die Redaktion ans Bauamt weiter.

Dietrich Harhues

Neue Fahrradanlehnbügel werden unter anderem am Kirchplatz verankert. Foto: di

Vom Leezen-Parkchaos wie in Münster ist Senden weit entfernt. Doch auch in der Stevergemeinde soll mehr Ordnung in den Ortskern kommen, was das Abstellen von Fahrrädern betrifft. Deshalb ist eine Baufirma gerade dabei, formschöne und stabile „Fahrrad­anlehnbügel“ zu installieren.

Was manchen WN-Leser stutzig macht, ist, dass dafür das frisch verlegte Pflaster wieder aufgenommen werden musste. Die Reihenfolge der Arbeitsschritte gibt einigen Bürgern zu denken, bestätigen die Bauarbeiter, dass Passanten ebenfalls danach fragen, warum der nagelneue Belag schon wieder in die Hand genommen wird. Dass die Montage zum jetzigen Zeitpunkt erfolgt, hat folgenden Hintergrund, lautet die Antwort auf die WN-Anfrage: Der Wochenmarkt ist vom Laurentiusplatz auf die Eintrachtstraße „umgezogen“. Nach der Verlegung musste erst geprüft werden, an welchen Standorten das Markt-System nicht beeinträchtigt wird. Auch für den Laurentiusplatz wurden die politischen Beschlüsse über Standorte der stabilen Bügel für die Fahrräder erst getroffen, als das Fischgrätpflaster bereits den Boden bedeckte.

Die zusätzlichen Kosten, die dadurch entstehen, bezifferte das Bauressort nicht konkret, sondern betont: „Der Mehraufwand ist gering.“ Auch eine qualitativen Beeinträchtigung ziehe dieses Vorgehen nicht nach sich. „Es gibt keinen Unterschied, das Pflaster wird genauso verlegt wie vorher.“

Die bisher angebotenen Fahrradständer im Ortskern sind oftmals gut ausgelastet. Foto: di

Der Bedarf an Fahrradständern, an denen die oftmals wertvollen Drahtesel angelehnt und festgeschlossen werden können, soll mit der laufenden Aktion gedeckt werden: In der Eintrachtstraße werden 15, am Laurentiusplatz inklusive Münsterstraße 27 Bügel im Boden verankert. Ihr Fundament reicht je 70 Zentimeter tief ins Erdreich.

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