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Henrichmann zu Windkraft in Bösensell

„Potenziale nicht kaputt bauen“

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Bei einem ganztägigen „Realitäts-Check“ informierte sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann in allen Ortsteilen über aktuelle lokale Themen. In Bösensell sieht er die geplanten Windkraft-Standorte kritisch. In Ottmarsbocholt versprach er, sich nach Fördermöglichkeiten für den Radwegbau umzuschauen.

Sigmar Syffus

Beim Besuch im „Alten Zollhaus“ zeigte sich Marc Henrichmann (l.) beeindruckt von dem mit 2200 Arbeitsstunden geleisteten ehrenamtlichen Einsatz für das entstehende Bürgerhaus. Foto: Siegmar Syffus

Berlin ist in mancherlei Hinsicht weit weg vom Münsterland. Und so ergibt sich aus „höherer politischer Warte“ nicht immer eine korrekte Einschätzung des bürgernahen, lokalen Geschehens. Von daher war der ganztägige Informationsbesuch des CDU-Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann, wie er sagte, ein „Realitäts-Check“, um die Sichtweise aus Berlin mit der Lebenswirklichkeit vor Ort auszutarieren, aber auch, um „hier die Bundessicht zu vermitteln“. Begleitet wurde Henrichmann am Freitag vom CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Günter Mondwurf sowie von Vertretern der Ortsverbände.

Ein „Realitäts-Check“ stand gleich zu Beginn in Bösensell an. „Dort haben wir uns positioniert und sprechen uns speziell gegen die beiden Standort für Windkraftanlagen aus“, erklärte Mondwurf in einem Pressegespräch. Vor dem Hintergrund der Abstandsregeln zur Wohnbebauung erklärte Henrichmann: „Es muss Entwicklungsmöglichkeiten für die Ortsteile geben. Man darf die Potenziale nicht kaputtbauen.“ Weitere Themen in Bösensell waren der barrierefreie Ausbau des Bahnhofes und die Radwegeanbindung an Münster.

In Senden zeigte sich der Bundestagsabgeordnete beeindruckt vom Einsatz für das „Alte Zollhaus“, wo unter der Regie des Heimatvereins bisher schon über 2200 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet wurden. Auf dem Hof Grothues-Potthoff informierte sich Henrichmann darüber, „wo der Schuh in der Landwirtschaft drückt“.

Einen weiteren „Realitäts-Check“ machte der Bundespolitiker zum Abschluss seiner Tour in Ottmarsbocholt. Dort versprach er, sich gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Dietmar Panske nach möglichen Fördertöpfen für den Radwegebau – insbesondere über die Autobahnbrücke an der K 10 – umzuschauen. CDU-Ortsverbandsvorsitzender Patrick Alfs begrüßte die Initiative, betonte aber mit Blick auf den Bedarf der Ottmarsbocholter Bevölkerung: „In unserer Priorität ist ein Radweg an der Nordkirchener Straße ganz weit vorne.“ Denn die Straße werde weitaus stärker frequentiert als die K 10. Und aufgrund des oft (zu) schnellen motorisierten Verkehrs bestünden höhere Sicherheitsrisiken.

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