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Sexualisierte Gewalt im Sport: Info-Veranstaltung beim ASV Senden

Präventionskonzept wird erarbeitet

Senden

Übungsleiter des ASV Senden haben sich im Rahmen einer Fortbildung mit dem Thema „Sexualisierte Gewalt im Sport“ auseinandergesetzt. Nun soll ein allgemein gültiges Konzept zur Prävention erarbeitet werden.

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Jörg Verhoeven, Leiter des Hochschulsports in Münster und Vorstand des Stadtsportbundes Münster Foto: ASV Senden

Die Sensibilisierung zum Thema „Sexualisierte Gewalt im Sport“ stand auf der Tagesordnung einer Fortbildung für die Übungsleiterinnen und Übungsleiter des ASV Senden. Mit Jörg Verhoeven als Sportwissenschaftler, Leiter des Hochschulsports in Münster und Vorstand des Stadtsportbundes Münster, konnte ein hochkarätiger Referent gewonnen werden. Außerdem begrüßte Wilhelm Eilers als Handballvorstand den Vertreter vom Roten Keil Senden, Christoph Schludecker, im Foyer der Steverhalle, heißt es in einem Pressetext. Rund zwei Dutzend Trainerinnen und Trainer des ASV folgten am Samstagmorgen der Einladung.

Gefahrenherde aufgedeckt

Eine spannende Einführung mit Daten, Fakten und den gesellschaftlichen Problemstellungen führten in das Thema ein. Die besonderen Abhängigkeiten beim Sport wegen etwaiger körperlicher Nähe, Leistungsorientierung und Teamzugehörigkeit sind Gefahrenherde und erfordern besondere Aufmerksamkeit, heißt es weiter. Praktische Fallbeispiele wie Umgang mit Hilfestellungen beim Training, Verhalten am Spielfeldrand und in der Umkleide, aber auch die Macht der verbalen und psychischen Beeinflussungen wurden thematisiert. Darüber hinaus wurde der Umgang mit auffälligen Kindern und Jugendlichen besprochen, um im Bedarfsfall Hilfestellungen in Anspruch zu nehmen.

Vertrauenspersonen für Kinder und Eltern

Seitens des ASV soll als Nächstes ein allgemein gültiges Konzept zur Prävention erarbeitet werden. Durch Sensibilisierung, Transparenz, Kontaktstellen und klare Regelungen sollen Vorfälle verhindert werden. Sowohl der Rote Keil Senden als auch der Sportbund bieten sich dafür als Partner an. So können ein Verhaltenskodex und der Nachweis des Führungszeugnisses Bedingung für ein Traineramt beim ASV sein.

„Mit der Veranstaltung wollen wir Trainerinnen und Trainer nicht unter Generalverdacht stellen“, wird Eilers zitiert, „sondern sie für die Themenstellungen sensibilisieren und sie somit als Vertrauenspersonen mit Kindern und Eltern arbeiten lassen.“ Es schloss sich eine lebhafte Diskussion an.

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