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Harry Wijnvoord veröffentlicht Schlager

„Rein ins Studio und singen“

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Durch die RTL-Fernsehshow „Der Preis ist heiß“ ist der Wahl-Sendener Harry Wijnvoord in den 90er-Jahren einem Millionenpublikum bekannt geworden. Jetzt versucht sich der 72-Jährige in einem anderen Bereich. Er singt einen Schlager.

-dpa-

Harry Wijnvoord Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Harry Wijnvoord hat eine Stimme, die einen wie eine warme Decke einwickeln und in die 90er-Jahre zurückschicken kann. Denn seinerzeit wurde der gebürtige Niederländer und seit vielen Jahren Wahl-Sendener einem Millionenpublikum durch die RTL-Fernsehshow „Der Preis ist heiß“ bekannt. Rund 25 Jahre später hat Wijnvoord nun entschieden, seine Stimme noch für etwas anderes zu verwenden. Er singt einen Schlager (WN berichteten).

Kein Typ, der still sitzt

„Ich bin kein Typ, der still sitzt“, sagt Wijnvoord. und verspricht gleichzeitig: „Ich strebe keine Popstar-Karriere mehr an. Aber ich habe ja eine Stimme und die kann ich zu Gehör bringen.“ Kürzlich sei er auf Fuerteventura gewesen, sagt er, er habe einfach „rausgemusst“, berichtet der 72-Jährige. Um dieses von der Pandemie geboosterte Fernweh-Gefühl dreht sich auch sein Lied, das „Wind im Gesicht“ heißt und soeben erschienen ist. „Ich will endlich wieder raus. Will die Schönheit fremder Länder sehen. Und mit Menschen, die ich mag, tanz‘ ich in den neuen Tag.“

Er und seine Frau, die eine Damenboutique in Lüdinghausen hat, seien leidenschaftliche Reisende, schildert Wijnvoord. Und was das Singen angehe: Da habe er überhaupt keine Scheu. „Rein in das Studio und singen“, sei seine Devise gewesen. „Ich war noch nie ein Schisser.“ Früher habe er bereits häufig irische und englische Folklore gesungen. Und: „Ich kann sechs Griffe auf der Gitarre.“

Album aus dem Jahr 1996

Wer sich angesichts dessen näher mit dem Wijnvoord‘schen Gesamtwerk beschäftigt, stellt auch fest, dass „Wind im Gesicht“ bei weitem nicht sein erster Ausflug ins Musik-Fach ist. Es gibt vereinzelte Aufnahmen und aus dem Jahr 1996 sogar ein ganzes Album. Auch damals ging es in gewisser Weise um Fernweh, denn der Titel lautete „Olé Mallorca, wir kommen“.

Dass „Wind im Gesicht“, das ihm der Kölner Musikproduzent Jürgen Triebel geschrieben hat, sein letzter Schlager ist, davon ist nicht auszugehen. „Es wird noch mehr kommen“, kündigt Wijnvoord an.

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