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Vorgarten-Initiative informiert sich bei Fachleuten

Robuste Stauden pflanzen

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Viele Tipps für die Praxis holten sich die Mitglieder der Vorgarten-Initiative Senden bei Informationsveranstaltungen von Fachleuten. Es ging um die Gestaltung und die richtige Auswahl der Pflanzen.

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Die Vorgarten-Initiative Senden holte sich bei Informationsabenden wertvolle Tipps und Anregungen. Sandra Molitor stellte Gehölze und Pflanzen mit ökologischem Mehrwert vor. Foto: Vorgarten-Initiative

Der Schlüssel für das Gedeihen der Pflanzen sei eine gute Vorbereitung des Bodens, gegebenenfalls mit einer Tiefenlockerung, um Bodenverdichtungen zu beseitigen. Bei der Pflanzenauswahl sollten robuste und pflegeleichte Sorten bevorzugt werden. Je nach Größe des Vorgartens reichten schon wenige verschiedene Sorten, die dann in größeren Gruppen gepflanzt würden. Das erfuhren die Teilnehmer zweier Vortragsabende, zu denen die Vorgarten-Initiative Senden eingeladen hatte.

Für gute Wuchsbedingungen sorgen

Bei passendem Pflanzabstand und guten Wuchsbedingungen sei der Boden schon im zweiten Wachstumsjahr bedeckt und es brauche kaum noch gejätet werden, berichtet die Vorgarten-Initiative in einer Pressemitteilung.

Nach der Erläuterung der Grundlagen stellte Sandra Molitor den Gästen eine Reihe von Gehölzen und Stauden mit ökologischem Mehrwert für die Verwendung im Vorgarten vor. In der Baumschule Sennekamp wurden die Teilnehmer eine Woche später in einer üppig mit Pflanzen dekorierten Halle auf dem Firmengelände empfangen.

Dort referierte zunächst Dorothee Vieth, Gartenplanerin aus Havixbeck, über die Gestaltung der Fläche vor dem Haus. „Der Vorgarten ist die Visitenkarte des Hauses und darf nicht als Last, sondern muss als Geschenk verstanden werden“, so die Gartenplanerin.

Vorgarten muss zum Haus passen

Wichtig sei, dass dem Vorgarten ein Konzept zugrunde liege und die Gestaltung zum Haus passe. Ebenso müsse der Vorgarten die an ihn gestellten Funktionen erfüllen, zum Beispiel in Bezug auf die Platzierung der Mülltonnen, Anzahl der Pkw-Stellplätze und Barrierefreiheit. Aber auch eine Sitzgelegenheit könnte gewünscht sein, um dem Vorgarten einladend zu machen.

Anhand von Planungsbeispielen aus der Praxis erläuterte Dorothee Vieth ihre Überlegungen zu den individuellen Planungen. Mithilfe von Vorher-Nachher-Fotos dokumentierte die Gartenplanerin die beeindruckende Entwicklung der Pflanzen schon im zweiten Jahr nach der Neuanlage.

Kleinformatige Bäume besonders geeignet

Jochen Sennekamp, der als Baumschulmeister die traditionsreiche Baumschule in fünfter Generation führt, stellte aus dem umfangreichen Sortiment der Baumschule Bäume und Sträucher vor, die aufgrund ihrer Größe und Wuchsform für Vorgärten und damit kleine Gärten besonders geeignet sind. Interessant sind neue kleinformatige Sorten von allgemein bekannten Bäumen wie Ginkgo, Sumpfeiche, Amberbaum oder Eberesche etwa, die wenig Raum einnehmen. „Diese beeindruckenden Bäume passen auch in kleinere Gärten und müssen, wenn überhaupt, nur wenig beschnitten werden“, so Sennekamp.

Nach insgesamt drei Informationsveranstaltungen der Vorgarten-Initiative zeigen sich die beiden Sprecher, Klaus Dallmeyer und Rolf Wiederkehr, zufrieden mit der Resonanz. „Das Interesse der Sendener Bürgerinnen und Bürger ist groß, die beiden örtlichen Fachbetriebe ziehen mit. Auch gibt es Informationen, dass erste Hausbesitzer ihren Schottervorgarten in einen naturnahen Garten umwandeln wollen“, resümieren die beiden Sprecher zweieinhalb Jahre nach Gründung der Initiative.

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