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Zeitintensive Ausbildung

Rotes Kreuz baut Hundestaffel auf

Senden

Eine Gruppe Engagierter bereitet sich im DRK-Ortsverband Senden auf einen weiteren Einsatzbereich vor: 20 Hundefreunde haben sich zusammengefunden, um eine Rettungshundestaffel aufzubauen.

-akrü-

Die noch relativ junge Rettungshundestaffel des Deutschen Roten Kreuzes in Senden sucht für das Training eine Fläche. Foto: DRK Senden

Die Aufgaben, die das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Senden wahrnimmt, sind vielfältig und oft jenseits des Rampenlichts. Am offensichtlichsten ist wohl die Trägerschaft von mittlerweile sechs Kindergärten, aber auch die sanitätsdienstliche Absicherung von Veranstaltungen, die Unterstützung des Regelrettungsdienstes oder das Angebot „Essen auf Rädern“ gehören dazu.

Bereits 23 Hunde in der Ausbildung

Seit Dezember 2020 bereitet sich eine Gruppe Engagierter auf einen weiteren Einsatzbereich vor: 20 Hundefreunde haben sich zusammengefunden, um eine Rettungshundestaffel aufzubauen. 23 Hunde sind mittlerweile in der Ausbildung. Darius Afsari, Anna Kohse, Pia Bengfort, Gisbert Schwarzwald und Kerstin Strotmann bilden das Leitungsteam der Truppe. „Die Idee kam mir bei der Arbeit mit unserem Bernedoodle Sam“, erläutert Afsari. „Der Vorstand war davon begeistert, und auch die Gespräche mit dem Landesverband, der für die Anerkennung von Rettungshundestaffeln zuständig ist, verliefen positiv.“

Benötigt wird vor allem Ausdauer: Gute zwei bis drei Jahre dauert es, einen Hund zum Rettungshund auszubilden. Unterschieden wird dabei zwischen Flächensuchhunden und sogenannten Mantrailern. Erstere suchen ein bestimmtes Gebiet allgemein nach Personen ab, letztere konzentrieren sich auf die Suche nach einer bestimmten Person. Drei Mal pro Woche wird trainiert, an etwa jedem zweiten Wochenende steht ein größeres Training an. „Zumindest in den Zeiträumen, in denen es die Coronazahlen zulassen“, schränkt Strotmann ein. „Zwei Hunde bringen dabei schon Vorerfahrungen mit, sie können voraussichtlich bereits in diesem Jahr die Prüfung ablegen“, ergänzt Schwarzwald.

Hundeführerlehrgang erforderlich

Für die Hundeführer ist es mit dem Trainieren der Hunde aber nicht getan: So ist nicht nur ein Hundeführerlehrgang erforderlich, bei dem Organisations- und Einsatztaktiken und Unfallverhütungsvorschriften gebüffelt werden müssen, sondern auch eine Sanitäterausbildung mit der Vermittlung der benötigten medizinischen Kenntnisse. „Das alles ist schon sehr zeitintensiv“, fasst Kohse zusammen.

Als mögliche Übungsgelände kommen sowohl Waldgebiete als auch (möglichst unübersichtliche) Firmengelände infrage. „Wir konnten beispielsweise schon auf dem Firmengelände des Palettenwerks Winkelheide oder der Firma Spinne in Nordkirchen üben“, berichtet Bengfort. Über weitere Plätze würden sich die Rotkreuzler sehr freuen. Unternehmer oder auch Privatleute, die ein Gelände für eine Übung zu Verfügung stellen möchten, können sich per E-Mail an rettungshunde@drk-senden.de melden.

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