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Plattdeutsches Stück wird im Herbst aufgeführt

Schenkwaldspielschar sucht Verstärkung

Ottmarsbocholt

Coronabedingt muss das plattdeutsche Theater in Ottmarsbocholt auch in diesem Frühjahr ausfallen. Die Schenkwaldspielschar peilt aber für den 28. Oktober eine Premiere an.

-ure-

Alle Jahre wieder bringt die Schenkwaldspielschar ein plattdeutsches Stück auf die Bühne. Coronabedingt müssen die diesjährigen Aufführungen in den Herbst verschoben werden. Foto: Ulrich Reismann

Eine plattdeutschen Theateraufführungen wird es in Ottmarsbocholt auch in diesem Frühjahr nicht geben, die Schenkwaldspielschar hat ihre für März/April angedachten Termine erneut gestrichen. Bereits Ende Dezember hatte sich dieser Entschluss abgezeichnet, als sich zwei Spieler mit dem Corona-Virus infiziert hatten. „Schon die Proben hätten ein viel zu hohes Ansteckungsrisiko bedeutet, dass niemand von den Spielern eingehen wollte“, berichtete der Vorsitzende Michael Löbke gegenüber den WN. Jetzt seien alle Augen auf den kommenden Herbst gerichtet. „Wir wünschen uns sehnlichst, ab Ende Oktober von Vollmers Bühne aus endlich wieder die Lachmuskeln des Publikums gnadenlos strapazieren zu können“. So wie man das jahraus, jahrein gewohnt gewesen sei. Gespielt werden soll dann die Komödie „Ween betüdelt hier wen?“.

Eine männliche Rolle noch nicht besetzt

„Um dann einer etwaigen neuen Ansteckungswelle nach Möglichkeit zuvorzukommen, wollen wir nicht erst – wie sonst üblich – Anfang November starten, sondern bereits eine Woche früher“. Somit werde die Premiere für den 28. Oktober angepeilt, teilte Löbke mit. Die neuerliche Verschiebung macht in der Spielschar drei Umbesetzungen notwendig, da Viktoria Mariß, Nicola Schulze Pröbsting und Manfred Tippkötter im Herbst nicht mehr zur Verfügung stehen. Für die weiblichen Rollen konnte bereits Ersatz gefunden werden: Hier sind – wenn es das Infektionsgeschehen zulässt - Marion Beckhove und Elisa Lindfeld bei ihrem schauspielerischen Debut zu erleben.

Anders sieht es bei dem männlichen Part aus, wo bislang noch kein Ersatz gefunden werden konnte. „Hier macht sich wieder einmal unsere recht dünne Spielerdecke bemerkbar“, schildert der Vorsitzende ein grundsätzliches Problem. Verstärkung, die könnte die Gruppe gut gebrauchen. Männer wie Frauen, ob jung oder alt, die Lust am Theaterspielen haben (und die über entsprechende Zeitreserven verfügen), werden von der Schenkwaldspielschar mit offenen Armen empfangen. „Viele machen sich bange vor der plattdeutschen Sprache“, weiß Löbke. Doch diese Furcht sei unbegründet. „Platt ist lernbar“, versichert er. „Da spreche ich aus eigener Erfahrung“.

Mangel leidet es darüber hinaus auch noch an Helfern für das Aufbauen der Bühne. Weitere Unterstützung würde die Spieler enorm entlasten, denn die müssen diese handwerklichen Arbeiten jetzt teilweise noch mit schultern.

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