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Evangelischer Posaunenchor feiert Jubiläum:

Schillernde Klänge zum Lobe des Herrn

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Vor 60 Jahren wurde der Posaunenchor der evangelischen Friedensgemeinde gegründet. Mittlerweile spielt das Ensemble auch eine zunehmend größere Rolle in der ökumenischen Zusammenarbeit.

wn

Eine feste Größe im evangelischen Gemeindeleben ist der Posaunenchor dank seines engagierten Wirkens geworden, auch ökumenisch spielt er eine zunehmend größere Rolle.. Foto: MedienFlotte Joachim Albrecht

Aus dem Leben der evangelischen Friedensgemeinde und insbesondere aus Festgottesdiensten ist der Posaunenchor nicht mehr wegzudenken. Am kommenden Sonntag (1. Februar) stehen die Musiker und Musikerinnen selbst einmal im Mittelpunkt des Geschehens. Denn das Ensemble feiert 60. Geburtstag.

Durch die Kriegs- und Nachkriegsereignisse kamen als Flüchtlinge auch mehr evangelische Christen nach Senden, die hier Fuß fassen und heimisch werden wollten. Schon ein Jahr vor Einweihung der Friedenskapelle am Grünen Grund gab es eine kleine aktive Bläsergruppe. Das Beschaffen der Noten war schwierig, für Instrumente hatte man kein Geld, sie wurden daher vom CVJM gegen kleines Geld ausgeliehen.

Ein wichtiger Motor war Waldemar Radloff. Als Presbyter der Gemeinde machte er viele Hausbesuche und fragte jeden, ob er nicht im Posaunenchor aktiv werden wolle. Bis zu seinem Tode 2012 war er als „Galionsfigur“ dem Posaunenchor verbunden, auch wenn er in den letzten 20 Lebensjahren aus gesundheitlichen Gründen kein Blasinstrument mehr spielen durfte. Der Posaunenchor wurde dank seines Wirkens eine feste Größe im Gemeindeleben, er spielte nicht nur in Gottesdiensten, sondern auch bei kirchlichen und privaten Festen war er oft dabei. Dazu gehörte auch der Dienst auf dem Friedhof bei Beerdigungen und am Totensonntag.

Schon lange spielt der Posaunenchor auch ökumenisch eine zunehmend größere Rolle. Die Teilnahme am Adventskonzert 2014 war einer der Höhepunkte. Bei Freiluftveranstaltungen wie den Steverwiesen-Gottesdiensten, den Martinsumzügen oder den Weihnachtsmärkten ist die Bläsergruppe gerne gesehen und gehört. Die Mitspieler und Mitspielerinnen gehören seit geraumer Zeit beiden Konfessionen an. Immer wieder gewechselt haben die Posaunenchorleiter. Seit 2004 ist die Organistin der Friedenskirche, Hannelore Fritsche, als Dirigentin erfolgreich.

Viele Posaunenchöre haben sich im Kirchenkreis in den vergangenen Jahren aufgelöst, der Posaunenchor Seppenrade hat sich stattdessen dem Sendener Posaunenchor angeschlossen, so dass dieser jetzt mit 18 Bläserinnen und Bläsern zu den großen der Region gehört. Es können sogar achtstimmige Stücke zu Gehör gebracht werden.

Besondere Aufmerksamkeit wird der Jugendarbeit geschenkt, der sich Ursula Schulze-Mönking seit vielen Jahren widmet, so dass auch immer wieder junge Menschen aus Senden und Umgebung zum Posaunenchor stoßen.

Der Festgottesdienst zum Jubiläum des Posaunenchores wird am Sonntag (1. Februar) um 10 Uhr in der Friedenskirche eingeläutet. Hier schließt sich eine Feier an. Alle Interessieren, insbesondere auch frühere Mitglieder des Ensembles, sind willkommen. Ebenfalls dabei sein werden der Bürgermeister und Abordnungen der anderen Musikgruppen in Senden.

Eine Festschrift mit historischen Berichten, wichtigen Namen und vielen alten und neueren Fotos wird zu erwerben sein. Außerdem werden Plakate zu den sechs Jahrzehnten des Wirkens und eine Fotoschau zu sehen sein.

Für Musik sorgt der Posaunenchor – zum Teil zusammen mit dem evangelischen Kirchenchor. Das Motto lautet „Lobet den Herrn mit Posaunen“.

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