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Adventskalender: Ulrike Hülsmann gewinnt Rundflug

Schloss aus der Vogelperspektive

Senden

Die Arbeiten am Mannenhaus von Schloss Senden schreiten weiter voran – auch dank zahlreicher Spenden aus Senden und Umgebung. Was derzeit passiert, beleuchten wir in der Serie „Bau-Guckloch“.

Von und

Ein Blick durchs große „Bau-Guckloch“ auf das Schloss.. Aus der Luft sind die Ausmaße des Projekts zu erkennen.. Foto: Norbert Schweins

Ulrike Hülsmann strahlt über das ganze Gesicht. Und sie hat allen Grund dazu, denn sie hat den Hauptgewinn beim Adventskalender des Freundeskreises Schloss Senden e.V. gezogen. Jährlich spenden hiesige Geschäfte und Kaufleute zahlreiche Preise für den Adventskalender des Freundeskreises.

Den Hauptgewinn – ein Rundflug über Senden und sein Schloss – hat der Trägerverein Schloss Senden e.V. gestiftet. Das ist eine spannende Sache – und so bekommt die Sendenerin das Schloss mal aus einer ganz anderen Perspektive zu sehen: sozusagen durch das ganz große „Bau-Guckloch“. So lautet der Titel der Serie in den WN. In lockerer Reihenfolge zeigt sie aus unterschiedlichen Perspektiven, was das Schloss den Menschen schenkt und was es ihnen bedeutet – zum Beispiel als außergewöhnlicher Denkmal-Ort, als Kultur- und Lern-Ort oder als Erholungs-, Picknick- und Café-Ort. Die unterschiedlichen Blicke durch das „Bau-Guckloch“ nehmen die Leserinnen und Leser mit auf eine Reise durch die alte und neue Baugeschichte des Mannenhauses.

Hansjörg Paul, Freundeskreis Schloss Senden e.V. (l.), mit der glücklichen Gewinnerin Ulrike Hülsmann und Dr. Franz Waldmann, Schloss Senden Foto: Schloss Senden e.V.

Aus der Vogelperspektive wird deutlich, wie umfangreich die Sanierungsarbeiten am Mannenhaus sind. Die Zimmerleute der Firma Berdelmann (Lienen) arbeiten mit großem Gerät: Ein 1,8-Tonnen- Kran ragt in die Höhe, er steht im Innenhof des Schlosses und bringt massive Eichenbalken auf das Dach des Mannenhauses. Der hohe Kran ist schon aus der Ferne zu erblicken, er überragt den Dachstuhl, den zurzeit eine weiße Plane schützt.

Eichensparren sind gut erhalten

„Aktuell befinden wir uns in einer bewegenden Bauphase, bei der uns die Handwerker in allen Gewerken ihr ganzes Können zeigen“, beschreibt Dr. Franz Waldmann, Vorsitzender Schloss Senden e.V., die derzeitigen Arbeiten. „Erfreulicherweise haben die Architekten festgestellt, dass die Eichensparren des 300 Jahre alten Dachstuhls sehr gut erhalten sind und nur wenige Teile instandgesetzt werden müssen.“

„Es mache Spaß den Zimmerleuten zuzusehen, so Waldmann „Denn jeder Balken erzählt seine eigene Geschichte. Jedes Bauteil wurde damals mit einer römischen Ziffer gekennzeichnet, was für uns eine bemerkenswerte Entdeckung war und noch dazu eine große Hilfe beim Ein- und Ausbau darstellt.“

Die Arbeiten schreiten gut voran, sodass das Mannenhaus bald mit einem stabilen Dachstuhl gut für die Zukunft gerüstet ist.

„Unsere Zimmerleute wissen, wo der Hammer hängt, wenn sie zum Beispiel die knifflige Stelle beim Übergang vom Dachstuhl zum Uhrentürmchen angehen“, beschreibt Waldmann die kommenden Aufgaben.

Ulrike Hülsmann wird sich im Frühjahr auf den Rundflug begeben, wenn das Wetter beste Sicht verspricht. Man darf gespannt sein, welcher Anblick sich ihr dann aus der Luft auf das Schloss mit der Mannenhaus-Baustelle bietet.

Die Adventskalenderaktion des Freundeskreises war – wie bereits in den vergangenen Jahren – wieder ein voller Erfolg. Der gesamte Erlös wird für die Sanierung des Mannenhauses bereitgestellt. Diese Aktion ist für die Schlossretter ein wichtiger Beitrag, um die benötigten Eigenmittel aufzubringen. Derzeit fehlen noch 11 000 Euro, die der Trägerverein für den aktuellen Bauabschnitt aufbringen muss. Der Verein appelliert deshalb an alle Schloss-Fans: „Helfen Sie uns mit Ihrer Spende, das Mannenhaus für uns alle weiter voranzubringen.“

Spendenkonto: Schloss Senden e.V., IBAN DE64 4015 4530 0038 2078 82.

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